| Studiengang Mikrotechnologie (dual) | |
| Studienablauf | |
| 1. - 3. Semester: | Grundlagenausbildung z.B. Experimentalphysik, Elektrotechnik |
| 4. Semester: | fachspezifische Ausbildung Teil 1 z. B. Mikrosensorik, Halbleiterfertigung |
| 5.,6. Semester: | berufspraktische Ausbildung im Unternehemen mit IHK-Prüfung |
| 7.,8. Semester: | fachspezifische Ausbildung Teil 2 z. B. Mikrostrukturanalyse, Aufbau- und Verbindungstechnik |
| 9. Semester: | Praxismodul und Bachelorprojekt |
| Studienabschluss | Bachelor of Engineering (B.Eng.) |
| Verantwortlich für die Ausbildung im Studiengang: | |
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Westsächsische Hochschule Zwickau (FH) Fachbereich Physikalische Technik / Informatik Fachgruppe Physikalische Technik Dr.-Friedrichs-Ring 2 A 08056 Zwickau Telefon: (0375) 536 1501 |
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| Verantwortlich für die Berufspraktische Ausbildung: | |
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Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG Dresden Chip Academie 01109 Dresden Telefon: (0351) 43886700 Ansprechpartner: Herr Donath |
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| Charakteristik | |
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Kaum ein Bereich des Lebens, kaum ein neues Verfahren oder Produkt ist heute ohne Anwendung der Mikrotechnologie denkbar. Die Miniaturisierung von Bauelementen, Schaltungen, Speichern, Messgeräten, Bauteilen und von ganzen Systemen führt auf Grund der Integrationsfähigkeit zu einer völlig neuen Generation von Produkten in nahezu allen Bereichen der Technik. Die dazu notwendige Mikrotechnologie ist zu einer bedeutenden Schlüsseltechnologie des beginnenden 21. Jahrhunderts geworden. Ihre Anwendung auf praktische Problemstellungen erfordert ein ausgesprochen interdisziplinäres Herangehen. Entsprechend ist auch der Studiengang Mikrotechnologie fachübergreifend gestaltet. Das Ziel des Studiengangs besteht darin, dass die Absolventen
einen berufsqualifizierenden Abschluss durch eine wissenschaftliche
Befähigung in Verbindung mit einem großen Praxisbezug
erwerben. Dies wird durch die Ausprägung sowohl von naturwissenschaftlichen
als auch ingenieurwissenschaftlicher Kompetenzen erreicht. Die
Absolventen besitzen neben umfangreichen Kompetenzen auf den
Gebieten der Physik, Mess- und Verfahrenstechnik sowie den Stoffwissenschaften
insbesondere solche auf den Gebieten der Mikroelektronik und
Halbleitertechnologie. Sie sind befähigt, die für die
Herstellung miniaturisierter technischer Systeme notwendigen
Technologien zu entwickeln und anzuwenden. Weiterhin sind sie
in der Lage, funktions- und leistungsbestimmende Komponenten,
die auf Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik beruhen, zu entwickeln
und zu fertigen. Durch ihre breiten Grundlagenkenntnisse und
methodischen Kompetenzen sind sie beruflich sehr flexibel einsetzbar.
Die Absolventen des dualen Studiengangs erlangen in 9 Semestern
sowohl den Berufsabschluss Mikrotechnologe/in als auch den Bachelor
Mikrotechnologie. Damit beide Abschlüsse erreicht werden,
findet parallel zum Studium eine berufspraktische Ausbildung
statt, die geschachtelt mit Studienzeiten abwechselt, womit eine
enge Verzahnung zwischen betrieblichen Arbeits- und ingenieurwissenschaftlichen
Ausbildungsphasen erreicht wird. Bei dieser Art des Studiums
entfällt die finanzielle Belastung, denn der Studierende
erhält eine Ausbildungsvergütung durch das ausbildende
Unternehmen. Auf der Basis des dualen Studiums lassen sich somit
kurz, effizient, zielstrebig und ohne finanzielle Belastung eine
Berufsausbildung und ein Studienabschluss erreichen. |
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| Berufsfelder | |
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| Zu erreichende Qualifikationen, Kompetenzen und Fähigkeiten | |
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Die Absolventen sind befähigt, fachübergreifend zu denken bzw. ingenieurwissenschaftliche Gesetze und Prinzipien bei der Lösung anspruchsvoller Probleme anzuwenden, insbesondere bei der Entwicklung neuer Technologien, Dienstleistungen oder Produkte. Dafür haben sie breite Grundlagenkenntnisse sowohl in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen (Pflichtmodule: Mathematik, Experimentalphysik, Atome und Moleküle, Festkörperphysik, Physikalisch-chemische Grundlagen) als auch in den Ingenieurwissenschaften (Module: Werkstofftechnik, Automatisierungstechnik, Elektrotechnik/Elektronik, Messtechnik, Digitaltechnik, Elektronische Bauelemente, Softwareentwicklung) erworben. Weitere vertiefte fachwissenschaftliche Kenntnisse und überfachliche Qualifikationen versetzen sie in die Lage, einen raschen reibungslosen Berufseinstieg zu finden oder bei einem überdurchschnittlichen Abschluss als Bachelor of Engineering den konsekutiven Studiengang Nano- und Oberflächentechnologie zu belegen. Ohne Einschränkung der individuellen Ausprägungen des Studiengangs für den einzelnen Studieren-den über Wahlpflichtmodule helfen Studienberatung und ausgearbeitete Vorzugskombinationen von Modulen bei der sinnvollen Ausrichtung auf die unterschiedlichen Ziele. Sie können vertiefte fachwissenschaftliche Kenntnisse auf dem Gebiet der Mikrotechnologie (Pflicht-module: Mikrosystemtechnik, Lasertechnik, Physikalische Verfahrenstechnik, Mikrosensorik, Halbleiterfertigung, Aufbau- und Verbindungstechnik) anwenden. Das erleichtert den Einstieg in Berufsfelder der Halbleiter- und Mikrosystemtechnik. Die Absolventen besitzen Fertigkeiten und Erfahrungen im Umgang mit modernen Mess- und Analysentechniken (Pflichtmodule: Mikrostrukturanalyse, Oberflächenanalytik, Röntgentechnik) sowie der Datenverarbeitung (Pflichtmodul: Softwareentwicklung, Wahlpflichtmodul: Technische Informatik) und Erfahrungen bei der eigenständigen Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte (Praxismodul) bzw. der selbständigen Anfertigung einer Abschlussarbeit nach wissenschaftlichen Methoden innerhalb einer vorgegebenen Frist (Bachelorprojekt). Sie sind in der Lage, moderne betriebswirtschaftliche Methoden anzuwenden (Module: Betriebswirtschaftslehre 1; Wahlpflichtmodule: Einführung in das Marketing, Unternehmensführung) und verfügen über Schlüsselkompetenzen insbesondere zu Sprachen (Fach-kurs Technisches Englisch), zu Recherche- und Arbeitstechniken (Wahlpflichtmodul: Rhetorik/ Methoden der wissenschaftlichen Arbeit), zur sozialen Interaktion (Teamarbeit in zahlreichen Praktika), zur Präsentation und Moderation und zur persönlichen Weiterbildung bzw. zur Erlangung weiterer akademischer Grade. |
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| Ausbildungsinhalte | |
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Zugang zu einem weiterführenden Studium |
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| Ziele der einzelnen Module | |
| Die Modulbeschreibungen können in den Modulhandbüchern (in Arbeit) nachgelesen werden. | |
| Praxisbezug, Forschungsbezug, Praktika, interdisziplinäre Zusammenarbeit | |
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Die Lehrinhalte aller Vorlesungen/Übungen zeichnen sich durch einen starken Praxisbezug aus. Besonders in der fachwissenschaftlichen Vertiefung werden viele Problem- und Aufgabenstellungen aus der Praxis bzw. aus Forschung und Entwicklung ausführlich dargestellt und diskutiert. Praktiker aus Wirtschaft, Ämtern und Instituten sind als Honorarkräfte in die Lehre einbezogen. Viele Pflicht- und Wahlpflichtmodule enthalten Praktika. Ein Teil der Praktika findet in Institutionen bzw. Unternehmen außerhalb der Hochschule statt: Bachelorstudiengang Mikrotechnologie: Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG (Infineon Dresden); Masterstudiengang Nano- und Oberflächentechnologien: Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik Dresden, Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG (Infineon Dresden) Praxisnahe Forschungsthemen bearbeiten die Studierenden der Bachelorstudiengänge im Praxismodul (18 ECTS) und im Bachelorprojekt (12 ECTS), die Studierenden des Masterstudienganges in mindestens einem Projektmodul (4 ECTS) und im Masterprojekt (30 ECTS). Das sind längere Phasen, in denen die Studierenden sehr selbstständig an Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in der Regel in Unternehmen, Forschungsinstituten oder Einrichtungen bzw. in enger Kooperation mit solchen arbeiten. Häufig ist dabei eine interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig. Wie die Erfahrungen mit den Diplomstudiengängen gezeigt haben, sind die Studierenden in den Unternehmen, Forschungsinstituten und Einrichtungen sehr willkommen. Sie wenden ihre erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen an und vertiefen bzw. erweitern diese. Zirka 12 % der Diplomabsolventen promoviert nach dem Studium. Dies zeigt den hohen Forschungsbezug der Lehre, der die Studierenden dazu veranlasst hat, sich für eine Promotion zu entscheiden. Es bestehen zu einer Vielzahl ausländischer Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sehr gute Kontakte. |
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| Berufsbild und Einsatzgebiete | |
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Der Bachelor Mikrotechnologie ist vor allem durch sein Arbeitsumfeld in der modernen Hochtechnologie geprägt, mit starker prozess- und verfahrenstechnischer Ausrichtung. In einer Vielzahl der Fälle ist der Arbeitsplatz im Reinraum angesiedelt, denn nur in dieser partikelfreien Umgebung lassen sich die benötigten funktionellen Schichten und die kleinen Strukturen für die Halbleiter- bzw. Mikrosystemtechnik produzieren und fertigen. Dabei kann sich der Arbeitsplatz sowohl im Bereich der Forschung und Entwicklung als auch im Produktionsumfeld befinden. Die Tätigkeit basiert auf dem naturwissenschaftlich-technischen Wissen und Verständnis und dient zur Beurteilung, Prüfung und Analyse von Prozessabläufen und ergebnissen bei der Herstellung von mikrotechnologischen Produkten. Neben den genannten Gebieten gehören aber auch Verfahren der Dünnschichttechnologie, der Strukturierung, Vakuumtechnik, Reinraumtechnik, Messtechnik und die Ver- und Entsorgung für Medien dazu. Berufsaussichten Da sowohl die Mikroelektronik als auch die Mikrosystemtechnik
zu den Mikrotechniken im engeren Sinne zählen, beide als
Schlüsseltechnologien angesehen werden, die seit Beginn
der 80er Jahre einen beispiellosen Siegeszug angetreten haben
und alle Bereiche des heutigen Lebens beeinflussen, sind gerade
auf der Basis des industriellen Wachstums die Aussichten und
Chancen auch für langfristige Tätigkeiten der Absolventen
als sehr gut anzusehen. |
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