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Die Forschungskonzeption ist an den Forschungsfeldern der verschiedenen Fachdisziplinen orientiert, denen die Mitglieder der Fakultät entstammen (Sprach-, Literatur-, und Kommunikationswissenschaften, Fremdsprachendidaktik, Fachsprachen-forschung und Interkulturelle Psychologie).
Besonders hervorzuheben im Jahr 2012 waren folgende Ereignisse und Aktivitäten:

Frau Prof. Dr. phil. habil. Gabriele Berkenbusch
Die vorliegende Studie ist das Ergebnis zweier Diplomarbeiten und deren Überarbeitung und Publikation durch Prof. Berkenbusch. Die Ergebnisse dieser Studie sind von großer Bedeutung für die Fakultät, zeigen sie doch:
Auf diese Ergebnisse dürfen wir stolz und zufrieden blicken. Durch die Modularisierung und die Etablierung eines Bachelorstudiums haben wir noch einige Aspekte verbessern können. Auch im Zuge der Reakkreditierung werden sich noch weitere positive Neuerungen ergeben.
Frau Prof. Dr. phil. habil. Gabriele Berkenbusch/Frau Prof. Dr. Doris Fetscher
Portico 2.0 Interkulturelle Lehrforschung - Portico 2.0 ist der Name eines zunächst noch extracurricularen virtuellen Projekts der interkulturellen Lehre (mit freiwilliger Teilnahme). Interessierte Studierende sollen hier mit einem Medium, das ihnen in ähnlicher Form durch andere soziale Netzwerke wie z.B. Facebook schon bekannt ist, während ihres obligatorischen Auslandsaufenthalts verschiedene Möglichkeiten der Vernetzung und Unterstützung in ihrer neuen Umgebung erhalten und dazu angeleitet werden, diese zu reflektieren. Wir danken dem ZKI für die Unterstützung des Projekts durch die Etablierung der Plattform Zwixchange, auf der Portico 2.0 betrieben wird.
Das Medium bietet viele Möglichkeiten, einerseits fördert es den direkten Kontakt von Studierenden, die sich in der gleichen Situation (zunächst im Auslandsstudium, danach im Auslandspraktikum) befinden, und regt die gegenseitige Reflexionen über diese Situation an. Andererseits können die Lehrenden den Auslandsaufenthalt mehr oder weniger intensiv direkt begleiten, wichtige Erlebnisse und dringende Probleme schnell erfahren und sofern nötig, auch beratend eingreifen.
Dieses Setting bietet den Teilnehmern die Möglichkeit ihre interkulturelle Kompetenz zu verbessern, indem sie vor allem ihre metareflexiven Fähigkeiten schulen, hier vor allem die Selbst- und Fremdwahrnehmung. Uns als Forscherinnen liefert die Arbeit mit dieser Plattform einen wichtigen Einblick in interkulturelle Lernprozesse in einer authentischen Situation. Das gesamte Projekt versteht sich als ein Beitrag zur interkulturellen Lehrforschung.
Erste Erfahrungen und Erkenntnisse wurden auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt und in einschlägigen Medien publiziert.
Prof. Dr. phil. habil. Ines Busch-Lauer
Frau Prof. Dr. Hui-fang Chiao
Test des chinesischen E-learning Programms: „Chinesisch für Tourismus in Taiwan“ in der Unterrichtspraxis – Gemeinsames Forschungsprojekt mit Herrn Prof. Chun, Chen-Cheng vom Graduate Institute of Teaching Chinese as a Second/ Foreign Language, National Kaohsiung Normal University, Taiwan.
Vom 24. bis 26. September 2012 wurden insgesamt 10 Unterrichtsstunden mit zwei verschiedenen Gruppen (7. u. 3 Semester) unter der Lehrmethode „Task-based language teaching „ von Prof. Chiao durchgeführt. Der ganze Ablauf wurde aufgenommen und protokoliert. Nach jeder Lektion führte die Forschungsgruppe Umfragen und Interviews sowohl mit Prof. Chiao auch mit den beteiligten Studierenden. Die Bewertung des Lehr- und Lernprozesses wurde am Conference on Enhancing the Teaching and Learning of Chinese for Non-Chinese Speaking Students: Challenge and Breakthrough Ende November 2012 an der University of Hongkong präsentiert.
Frau Prof. Dr. Hui-fang Chiao
Vergleich der Textproduktion der deutschen Chinesischlerner mit der der chinesischen Deutschlerner (Arbeitstitel)-gemeinsames Forschungsprojekt mit der Deutsch-Abteilung der National Kaoshiung First University of Science and Technology , Kaoshiung Taiwan
Durch Vergleich der Aufsätze von deutschen Chinesischlerner mit denen von chinesischen Deutschlerner wird es versucht, die Lernschwierigkeiten, die Sprachfehler und die Textkonvention der beiden Sprachen zu ermitteln. Das Projekt zielt darauf ab, auf Basis der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Fehlertypen ein Lernsystem zu entwickeln. Mit Hilfe dieses Systems soll den identifizierten Fehlerkategorien gezielt entgegengewirkt werden können.
Frau Prof. Dr. Doris Fetscher
Gutachter- und Peer Review-Tätigkeit für die Zeitschrift „Language & Intercultural Communication“ Routledge, Taylor & Francis Group.
Frau Prof. Dr. Nadine Rentel
Ziel der in Kooperation mit der EHESS Paris (École des Hautes Études en Sciences Sociales) organisierten und durch die Deutsch-Französische Hochschule geförderte Konferenz war es, sich dem Themenbereich der Interkulturellen Kommunikation aus einer interdisziplinären Perspektive zu nähern und für diesen wissenschaftlichen Dialog VertreterInnen der internationalen, frankophonen Forschergemeinschaft nach Zwickau zu holen. Der Einladung folgten einerseits ausgewiesene ExpertInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, andererseits wurde auch NachwuchswissenschaftlerInnen die Gelegenheit gegeben, laufende Forschungsprojekte vorzustellen und zu diskutieren.
Die sprachwissenschaftlichen Beiträge der Konferenz legten den Schwerpunkt auf empirische Einzelstudien, anhand derer die Mechanismen interkultureller Kommunikationsprozesse offengelegt werden sollen. Die Beiträge der übersetzungswissenschaftlichen Sektion untersuchten Strategien, mit deren Hilfe verbale, visuelle und auditive Texte kommunikativ angemessen von der Ausgangssprache bzw. –kultur in der Zielsprache/ -kultur transferiert werden können. In diesem Kontext spielte die Frage eine Rolle, welche Konsequenzen eine fehlerhafte Übersetzung haben kann.
Eine Vielzahl der Beiträge ließ sich im Bereich der Kulturstudien bzw. der wissenschaftlichen Mobilität verorten. Weiterhin wurden interkulturelle Kommunikationsprozesse in den Medien näher betrachtet. So wies beispielsweise Hans-Jürgen Lüsebrink, ein international bekannter und renommierter Professor für Interkulturelle Kommunikation aus Saarbrücken, auf die kulturelle Adaptation von Inhalten und Figuren in Deutschland, Frankreich und Québec hin. Die geschichtswissenschaftliche Perspektive wurde z.B. von Gueorgui Chepelev (Paris) vertreten, der in seinem Vortrag auf die Wahrnehmung von französischen Freiwilligen in der Wehrmacht und der sowjetischen Zivilbevölkerung in den besetzten Territorien der UdSSR einging. Dabei standen Stereotypen und groteske Verzerrungen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Aus der Konferenz wird eine thematisch einschlägige Publikation in französischer Sprache (herausgegeben von Anne-Catherine Gonnot, Nadine Rentel und Stephanie Schwerter) hervorgehen.
Frau Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Doris Weidemann