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Hier liegt Bewegung drin - Focaultsches Pendel
Ein immer wieder beeindruckendes physikalisches Experiment ist der Nachweis der Erdrotation mittels Foucault-Pendel . Ein solches Pendel lässt sich jedoch nur mit einigem Aufwand langzeitstabil für den Unterricht aufbauen, weshalb viele Schulen und Hochschulen diesen Aufwand scheuen.Ein Foucault-Pendel strahlt aber bei geeignetem Aufbau auch eine gewisse Ästhetik aus. Die relativ lange Periodendauer einer Schwingung in Verbindung mit dem Glanz der Pendelmasse lädt zum Verweilen, zum Nachdenken und zum Genießen ein. Eine mehrfach mit dem Architekturpreis und für ihre Leistungsfähigkeit ausgezeichnete Hochschulbibliothek, wie die an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau, stellt einen würdigen Platz dafür dar.
Über längere Zeit beobachtet, lässt sich beim Foucault-Pendel eine Drehung der Schwingungsebene nachweisen, über deren Ursache man schon einige Zeit nachdenken muss, um diese zu verstehen. Dies inspirierte sogar den bekanntesten und meistgelesenen italienischen Schriftsteller der Gegenwart, Umberto Eco , besonders bekannt durch den verfilmten Roman „Der Name der Rose“ (1980), der im Roman „Das Foucaultsche Pendel“ (1988) schreibt:
„Ich wusste, dass die Erde rotierte, und ich mit ihr und Saint-Martin-des-Champs und ganz Paris mit mir; wir alle rotierten gemeinsam unter dem Pendel, das in Wirklichkeit nie seine Schwingungsebene ändert, denn dort oben, von wo es herabhing, und längs der ideellen Verlängerung des Fadens, endlos hinauf bis zu den fernsten Galaxien, dort oben stand, reglos in alle Ewigkeit, der Feste Punkt. Die Erde rotierte, doch der Ort, wo das Pendel verankert war, war der einzige Fixpunkt im Universum.“
Details zum Foucaultschen Pendel in der Hochschulbibliothek der Westsächsischen Hochschule Zwickau finden Sie im Poster bzw. in der PowerPoint-Präsentation.

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