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In der 1999 unterzeichneten Bologna-Erklärung haben die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten ihren Willen bekräftigt, in der nächsten Dekade einen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Mit der Erklärung verpflichten sich die Staaten zur - Einführung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse und eines Diplomzusatzes (Diploma Supplement),
- Einführung von gestuften Abschlussgraden in allen Ländern, mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss nach frühestens 3 Jahren,
- Einführung ECTS-kompatibler Leistungspunktsysteme, die auch auf den Bereich des lebenslangen Lernens anwendbar sind,
- Beseitigung noch bestehender Mobilitätshemmnisse für Studierende, Hochschullehrerinnen und -lehrer sowie Verwaltungsangehörige,
- Förderung der europäischen Zusammenarbeit bei der Qualitätssicherung und der europäischen Dimensionen im Hochschulbereich.
Inzwischen haben 6 Folgekonferenzen stattgefunden:
2001 in Prag - 2003 in Berlin - 2005 in Bergen/Norwegen - 2007 in London - 2009 in Leuven - 2010 in Budapest und Wien
Am 11. und 12. März 2010 sind die inzwischen 47 Teilnehmerstaaten in Budapest und Wien zur Bologna-Jubiläumskonferenz zusammengekommen. Dabei versprachen die Teilnehmer, kritische Stimmen in Zukunft stärker wahrzunehmen und bekräftigten die Notwendigkeit, Studenten wie Mitarbeiter auf europäischer, nationaler und institutioneller Ebene bei der Fortführung des Bologna-Prozesses mehr einzubeziehen. Die Umsetzung der bisher vereinbarten und mit der Deklaration von Leuven/ Louvain-la-Neuve bestätigten Ziele für die nächste Dekade soll weiterhin verfolgt werden.
Das nächste Ministertreffen, bei dem die Agenda des Treffens von Leuven/ Louvain-la-Neuve fortgesetzt werden soll, findet am 26. und 27. April 2012 in Bukarest (Rumänien) statt.
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