Ausstellungen 2014

20. Ausstellung "Hoch, Flach & Tief"

vom 27.11.2014 bis 15.03.2015

Siebdruck, Holzschnitt, Linolschnitt, Digitaldruck, Kaltnadelradierung, Materialdruck, Frottage, Lithographie oder Monotypie heißen Drucktechniken, die im Rahmen des Studiums an der Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg vermittelt werden. Unsere Jahresabschlussausstellung möchte nach „Connect„ und „Pixel, Salz & Silber„ nun zum dritten Mal einen Einblick in die Vielfalt der künstlerischen Grundlagenausbildung in Schneeberg geben, aber auch zeigen, wie die erlernten Fähigkeiten im Fachstudium eingesetzt werden. Vom kleinen, fast intimen, Druck bis hin zu meterhohen Arbeiten reicht die Bandbreite. Schon von weitem werden großformatige, lebensgroße „Körperdrucke„ in den Schaufenstern der Galerie auf die Exposition aufmerksam machen.
Die Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg verfügt über eine gediegen eingerichtete Druckwerkstatt klassischer Prägung, in der die traditionellen grafischen Techniken ausgeübt werden können, aber es gibt auch eine große Siebdruckwerkstatt sowie riesige Digitaldrucker, mit denen Stoff- oder Papierbahnen bedruckt werden können. Unter Anleitung von Prof. Thomas Knoth, Prof. Volker Schönwart, Bettina Fleischer und Grafikdrucker Dietmar Vettermann (alle Grundlagenausbildung) sowie Prof. Jörg Steinbach (Textildesign) und Prof. Jochen Voigt (Holzgestaltung) arbeiteten sich Studierende in verschiedene Drucktechniken ein bzw. widmeten sich dem Experiment. In der Ausstellung überraschen auch unkonventionelle Mischformen, wie etwa Collage & Monotypie oder Ausbrennverfahren & Siebdruck.
Zur Vernissage am 27.11.2014 um 19.30 Uhr gibt es ein Livekonzert der Jazzrock-Gitarristen Tom Quayle und Martin Miller, näheres dazu unter "Veranstaltungen 2014".

20th Exhibition „High, Flat & Deep“

From 27th November 2014 to 15th March 2015

Serigraphy, wood carving, linocut, digital printing, drypoint, material print, frottage, lithography or monotyping are printing technologies which are tought in the course at the Faculty of Applied Art in Schneeberg. After “Connect” and “Pixel, Salz & Silber – Pixel, Salt & Silver” our year-end exhibition would like to give for the third time insight into the diversity of the Fundamental Study of Fine Art in Schneeberg. Furthermore it is shown how the acquired abilities are used in the special study. The variety of the works range from small, nearly intimate prints to meters high pieces of art. Even from a long distance large- and life-sized “body prints” in the gallery’s display windows call attention to the exposition. The Faculty of Schneeberg provides a well-equipped classical printing workshop, in which traditional graphic techniques can be carried out. Moreover there is a big screen printing workshop and huge digital printers allowing for printing on cloth widths and paper webs. Under the guidance of Prof. Thomas Knoth, Prof. Volker Schönwart, Bettina Fleischer and graphics printer Dietmar Vettermann (all teachers in the Fundamental Study of Fine Art) as well as Prof. Jörg Steinbach (Textile Design) and Prof. Jochen Voigt (Wood Work) students familiarize themselves with diverse printing technologies respectively dedicate themselves to some experiments. Lastly the exhibition surprises with unconventional hybrid forms i.e. collage and monotyping or etching combined with screen printing.

 


TEA TIME IN DER GALERIE

Designklassiker im Kellergewölbe: "Das Auge trinkt mit – Teekannen für die Sinne"

Parallel zu unserer Ausstellung "Weniger ist mehr" zeigen wir im Kellergewölbe der Galerie vorbildhaft gestaltete Teekannen aus versilbertem Metall, die bis heute immer wieder Inspirationsquelle für Neuschöpfungen sind. Kaum ein Designer kann an diesen Klassikern vorbeigehen. Ausgehend von den schlichten englischen Kannen für Tee aus dem 19. Jahrhundert, sowohl aus Silber als auch aus versilbertem Britanniametall, entwickelten sich überall in Europa klassische Formen dieses Geschirrs. Viele von ihnen könnte man mit "zeitlos" umschreiben.
Schloss Lichtenwalde besitzt mit seinem Chinesischen Zimmer ein wichtiges Zeugnis des Einflusses fernöstlicher Kultur auf Europa, die im 18. Jahrhundert Einzug in die Gemächer adliger Grundherren hielt. Die von China nach Europa gelangte Sitte des Teetrinkens ist dabei ein besonders wichtiger Aspekt. Schenkte man den Tee zunächst aus kostbaren ostasiatischen Porzellankannen ein, bildete sich im England, wo 1717 das erste Teegeschäft Europas eröffnete, Ende des 18. Jahrhunderts eine eigene Teekannenkultur aus. Renommierte Silberschmieden in London, Sheffield oder Birmingham entwarfen und produzierten silbene "tea pots", die sich durch ihre noble Schlichtheit auszeichneten.
Die in der Galerie gezeigten, aus Privatbesitz stammenden, Teekannen schlagen einen Bogen hinüber in die Schatzkammer, wo asiatische Gegenstücke zu sehen sind.

 


Einblicke in die Ausstellung "DESIGN 2014 - WENIGER IST MEHR"

 


19. Ausstellung "DESIGN 2014 –WENIGER IST MEHR"

vom 20.9. bis 23.11.2014

Mit einem Rekord schloss die Ausstellung "IMPULSE", denn 3000 Besucher kamen nach Lichtenwalde, um die Ausstellung der Studienrichtung Holzgestaltung zu sehen. Nun gibt es einen Szenenwechsel: "Weniger ist mehr" – fast schon ein geflügelter Satz im alltäglichen Leben. Im Bereich der Gestaltung ist es besonders der Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der mit dieser Erkenntnis in Verbindung gebracht wird, weil er sie zu seinem Schaffensmotto erhob und vorbildhaft lebte. Sein Wahlspruch wurde Leitlinie für viele Designer. An der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg entstehen seit Jahrzehnten gestalterische Arbeiten durchaus in diesem Sinne.
Unsere aktuelle Ausstellung widmet sich Semester- und Bachelorarbeiten des Jahres 2014, die sich durch ihren elementaren Charakter, ihre logischen Formen oder ihre verblüffende Einfachheit bei gleichzeitiger Raffinesse auszeichnen. Als aufregend unaufgeregt könnte man den Charakter vieler Ausstellungsstücke beschreiben, die in unserer reizüberfluteten Welt durchaus eine gute Chance haben, wahrgenommen zu werden. Ausstellungskurator Prof. Jochen Voigt sowie Mitarbeiter unserer Studienrichtungen und der Galerie ließen eine Ausstellung entstehen, die einmal mehr Haltung beweist: "Weniger ist mehr!"
Die Veranstaltung zur Ausstellung findet diesmal etwas später statt, nämlich am 9. Oktober 2014 um 19.30 Uhr. Siehe dazu unter "Veranstaltungen 2014".

 


18. Ausstellung "IMPULSE – Ideen aus Holz"

vom 20.6. bis 14.9.2014

Die Studienrichtung Holzgestaltung der Schneeberger Fakultät blickt auf eine 52jährige Tradition zurück. Anliegen der neuen Ausstellung ist die Präsentation von Studienergebnissen aus den letzten zwölf Monaten, wodurch sich die Dichte und Fülle im Studium erschließen soll. Aus den verschiedensten Projekten wurden stellvertretend einige ausgewählt, die es ermöglichen, die enorme Bandbreite zu erfassen, die Studienrichtungsleiter Prof. Gerd Kaden gemeinsam mit seinen Kollegen Prof. Dorothea Vent und Prof. Jochen Voigt mit ihren Aufgabenstellungen überspannen. Das mit Erfolg bereits zur internationalen Möbelmesse in Köln und zu den Coburger Designtagen vorgestellte Konzept "Schneeberger auf Reisen" (thematisiert ist das mobile Wohnen) wird ebenso vertreten sein wie das materialästhetische Projekt "Fiktive Realität - reale Fiktion" (ausnahmsweise nicht aus Holz, sondern aus keramischen Gießmassen), das Projekt "Behältnis & Gefäß" (schwerpunkthaft wurde die klassische Drechsel-Technologie zur Findung neuer Formen eingesetzt) sowie ein umfangreiches Projekt, bei dem aus dem Material Furnier phantasievolle Architekturen für die Landschaft entstanden. Aus letzterem Zusammenhang stammt auch das Plakatmotiv (Entwurf Magdalena Hamann). Schon zum zweiten Mal erscheint das Ausstellungsplakat in einer höheren, per Offsettdruck hergestellten, Auflage und ist zum Preis von 2 Euro in der Galerie erhältlich. Die Vernissage findet am 26.6.2014 statt, siehe unter Veranstaltungen 2014.

 


17. Ausstellung "Pixel, Salz & Silber - 175 x Fotografie"

 vom 14.3. bis 15.6.2014

Im Jahr 1839 brach das Zeitalter des fotografischen Bildes an, als die französischen Akademien der Wissenschaften und Schönen Künste vor versammelter Weltpresse die Erfindung des französischen Malers Daguerre in allen Einzelheiten demonstrierten. Vor 175 Jahren veränderte sich die Welt und unser Blick auf sie. Wer könnte sich heute das Leben ohne Fotografie vorstellen?
Die Hochschulgalerie präsentiert auf 380 qm Fläche exakt 175 Fotografien und Fotogramme von Studenten der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg und dort lehrenden Fotografen. Die 175 Bildnisse, abstrakten Kompositionen, Objektfotos und großformatigen Fashion-Fotografien stehen für 175 Jahre Lichtbildnerei.
Die Fotografie als Ausdrucksmittel gehört zum festen Bestandteil der künstlerisch-gestalterischen Grundlagenausbildung an der Fakultät in Schneeberg, und später dann auch zum unverzichtbaren Teil im fachspezifischen Studium. Die Bandbreite reicht von der Objekt- und Produktfotografie als wichtiges Vermarktungsinstrument der eigenen kreativen Leistung bis hin zur freien Fotografie als selbstständiges, künstlerisches Ausdrucksmittel. Auch der kameralosen „Fotografie“, dem so genannten Fotogramm, wird in der Ausstellung Platz eingeräumt. Als „fotogenische Zeichnung“ von Talbot um 1840 entwickelt, in den 1920er Jahren von Man Ray, Moholy-Nagy und anderen wiederentdeckt und kultiviert, erweist sich das Fotogramm auch heute noch als besonderer Spielplatz der Kreativität. Zur Ausstellung gibt es am 20. März ab 19.30 Uhr unseren Vernissage-Abend mit Livemusik und einem spannenden Rückblick auf das 19. Jahrhundert und die Wurzeln der Fotografie. Siehe dazu unter der Rubrik "Veranstaltungen 2012".

 


16. Ausstellung "Frivol & Glamourös - 100 Jahre Klöppelspitze"

verlängert bis 9. März 2014

Ein inspirierendes Nebeneinander von historischen und zeitgenössischen Arbeiten aus dem Bereich Klöppelspitze erwartet den Besucher unserer neuen Ausstellung, die über den Jahreswechsel bis ins neue Jahr zu sehen ist. Mit einem umfangreichen Bestand an Arbeiten aus den 1910er und 1920er Jahren besitzt die Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg einen kleinen Schatz , dessen besonderer Wert sich auch aus den gleichzeitig dazu vorhandenen Dokumenten ermisst. Aufgestockt werden diese Raritäten der hauseigenen Sammlung durch Arbeiten aus späteren Jahrzehnten, die an der "Angewandten Kunst Schneeberg" entstanden sind. Mit den zahlreichen Objekten aus filigranem Metalldraht (Edelstahl, Silber und vergoldetes Silber sowie farbig eloxiertes Kupfer) erhält die Ausstellung eine sehr besondere Ausstrahlung. Auch die Architektur wurde einbezogen, etwa im hinteren Gewölberaum der 380 qm großen Galerie, wo 120 an Fäden schwebende Sterne aus Edelstahldraht (die sich im Wind eines unsichtbaren Propellers langsam bewegen) eine "Sternegrotte" bilden, oder im kleinen Turm, in dem ein mit dem Bayerischen Staatspreis für Design ausgezeichnetes Objekt aus Silberdraht von der Decke schwebt. Im Keller funkeln sechs frech-frivole Blattkleider im Licht der Halogenstrahler und provozieren phantasievolle Gedanken. Im Foyer erstrahlen die Gewölbe im hellen Licht und bilden einen leuchtenden Fond für die vielen dort installierten Objekte, etwa die glamourösen Kragen aus Eisen oder Kupfer oder die filigranen Musterzeichnungen in weißer Tusche auf schwarzem Papier.