Pressestimmen

"Verführung und Berührung"
Presse vom 23.3.2017

"Eine Perle in der Landschaft"
Freie Presse vom 13.3.2017

"Konzert - Petrified Forest versinkt im Nebel"

Designer Jochen Voigt, Professor an der Schneeberger Fakultät, wird heute Abend beim Konzert "Petrified Forest" den Versteinerten Wald in Chemnitz mit Laser, Licht und Trockeneisnebel in Szene setzen. Der Chemnitzer, bekannt als Leiter der Galerie im Schloss Lichtenwalde, wird im Lichthof des verdunkelten "Tietz" Regie am großen Mischpult führen. Der Chemnitzer Elektronikmusiker Uwe Rottluff, bekannt unter dem Künstlernamen Wellenvorm wird die Besucher in eine mystische Klangwelt entführen. So beschreiben Musikkritiker das neue Wellenvorm-Album "Petrified Forest".

Freie Presse vom 7.1.2017

"Die Galerie als Schaufenster"
Freie Presse vom 6.2.2017

"Elektronisches Naturspektakel"

Die Galerie Angewandte Kunst Schneeberg lädt zum ersten Mal zu einem Konzert-Event außerhalb ihrer eigenen Hallen, nämlich in den Versteinerten Wald im Tietz. Gemeinsam mit dem Chemnitzer Elektronik-Musikprojekt Wellenvorm findet hier unter dem Titel „Petrified Forest“ ein besonderes Livekonzert statt. Uwe Rottluff, der hinter Wellenvorm steckt, beschäftigt sich bereits seit den 80'er Jahren mit elektronischer Musik. Nach etlichen Projekten und einem Album 2014, veröffentlichte er im November letzten Jahres sein Konzeptalbum „Petrified Forest“. Dieses wurde vom Versteinerten Wald und dem einzigartigen Naturschauspiel, welches sich vor 291 Millionen Jahren dort abspielte, inspiriert.

Gemeinsam mit Studenten und Mitarbeitern der Hochschulgalerie in Schneeberg bringt er diese Klänge nun live auf die Bühne – selbstverständlich in der passenden Kulisse.

371 Stadtmagazin Chemnitz, Januar 2017

Petrified Forest

Livekonzert zum Versteinerten Wald
Das neue, eben veröffentlichte Album „Petrified Forest“ (Versteinerter Wald) des Chemnitzer Soundprojektes WELLENVORM wird am 7. Januar 2017, 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) direkt vor der Kulisse des einzigartigen Naturdenkmals live aufgeführt und gefilmt. Den entstehenden Film wollen die Macher als Beitrag für die Bewerbung der Stadt als „Kulturhauptstadt Europas 2025" vorschlagen.

Hinter WELLENVORM verbirgt sich der bekannte Chemnitzer Elektronikmusiker Uwe Rottluff. „Petrified Forest“, seine Hymne an das steinerne Weltwunder von Chemnitz, wird umgesetzt in einem vom Museum für Naturkunde Chemnitz und der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg gemeinsam organisierten Konzertevent.

Die vom in Schneeberg lehrenden Chemnitzer Designprofessor Jochen Voigt konzipierte Lightshow wird den Versteinerten Wald in ein ganz neues Licht rücken. Die szenisch komponierte Musik des Chemnitzer Elektronik-Klangtüftlers Rottluff versetzt die Zuhörer dabei in eine Millionen Jahre zurückliegende Zeit.

Inzwischen gibt es aus der internationalen Musikszene bereits erste begeisterte Reaktionen auf die „Vertonung“ des Versteinerten Waldes von Chemnitz, die insbesondere die bizarre Klangwelt des Albums hervorheben. Diese im Konzert live umzusetzen, erfordert nicht zuletzt auch hohe technische Anstrengungen. Mit einem riesigen Equipment elektronischer Instrumente und kreisförmig aufgebauter Lautsprecherboxen wird WELLENVORM den Lichthof des vollständig verdunkelten TIETZ in mystische Sounds mit quadrofonischen Spezialeffekten hüllen. Zwei Ton- und drei Lichttechniker betreuen das Event, fünf Videokameras werden das Konzert aus verschiedenen Perspektiven filmen.

Das international vertriebene Album soll weltweit für den Versteinerten Wald von Chemnitz werben. Das Konzert war innerhalb einer Woche ausverkauft.

Pressemitteilung der Stadt Chemnitz vom 16.12.2016

"Lieder, die das Leben schreibt"
Freie Presse vom 19.11.2016

"Freestyle" endet – jetzt kommt "Seven"
Freie Presse vom 1.10.2016

"Märchengestalten können auch sexy sein"
Freie Presse vom 9.9.2016

"Putzige Gestalten und mystische Büsten"
Freie Presse vom 16.8.2016

"Von Schnaken und falschen Hasen"
Freie Presse vom 21.7.2016

Chemnitz Creative: Offspring @ GALERIE Angewandte Kunst Schneeberg

The Faculty of Applied Arts Schneeberg is by no stretch of the imagination Germany’s largest design school; however, that in context of design education size is less important than how creativity is nurtured, supported and encouraged can currently be explored in the exhibition “Offspring – Graduates of Schneeberg present furniture and product design” at the GALERIE Angewandte Kunst Schneeberg in Schloss Lichtenwalde.

Presenting works by eleven graduates from Schneeberg’s Wood Design course Offspring links the selected designers post-Schneeberg careers with their student days by displaying one college piece, generally part of their Diploma project, alongside later, professional, works; an excellently conceived exhibition concept which on the one hand neatly demonstrates how important it is that design students are given the freedom to explore various approaches during their studies and which on the other underscores that Schneeberg Wood Design graduates aren’t bound to wood, but can successfully work across and with a number of materials, or as exhibition curator and gallery director Professor Jochen Voigt phrases it, “The education at Schneeberg is very diverse, and while the focus is wood we deal extensively with other materials, and consequently our graduates are trained to think across a wide range of materials.”

The evidence to back up Jochen Voigt’s claim can be seen in objects such as, amongst others, Randolf Schott’s S 1200 secretary and S 95 conference chair for Thonet, Rüdiger Schaack’s Allright cantilever chair and Swing Up office chair for Sedus or Jo Zarth’s product and corporate design work for the German razor and shaving accessory manufacturer Mühle. It goes however without saying that wood is also strongly represented, for example, through works such as the Pause Daybed by Andreas Mikutta, the Griffbereit family by Marcel Kabisch a.k.a Feinserie or the upcycled “Furniture from old wood” collection by Lars Dahlitz, the first graduate from the new Schneeberg Masters programme at thus the only designer represented solely by a student project.

The 25th exhibition to be staged at the GALERIE Angewandte Kunst Schneeberg since its opening in March 2010, Offspring is the first dedicated review of the professional work of Schneeberg alumni, and in the selection of graduates Jochen Voigt sought not only to express the variety of skills mastered by Schneeberg graduates, nor only the variety of career options available to Schneeberg graduates, but also the quality of Schneeberg graduates, to which end all the featured designers are award winners, largely in an international context, “we wanted to show that when you have studied at Schneeberg you are capable of competing with the best”, says Jochen Voigt, “to put it somewhat crudely, we wanted to present designers who you can doff your cap to!” Something Jochen Voigt and his team have unquestionably achieved. And thus, yes, Offspring is also unquestionably a bit of advertising for the Faculty of Applied Arts Schneeberg, but why not? As we invariably note during our end of year student exhibition posts, student exhibitions are as much about showing what the college can offer as they are about showcasing the students’ talents. Offspring neatly achieves both in a well conceived, accessible and entertaining exhibition which for all underscores that a design education is only part of a professional progression, not an end to a means in itself. And that how you study is often more important than what. Or indeed where.

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Alasdair Thompson am 12.4.2016

Glücksvögel landen in Lichtenwalde

"1500 Besucher haben bisher die Frühjahrsschau "Offspring" in der Galerie "Angewandte Kunst Schneeberg" im Schloss Lichtenwalde gesehen. Präsentiert werden dort derzeit Objekte aus Holz, Metall und Kunststoff von elf Designern, allesamt Absolventen der Schneeberger Fakultät. Das erfolgreiche Konzept der Galerie komplettieren seit deren Eröffnung vor sechs Jahren ungewöhnliche Livekonzerte, die in gewohnter Regelmäßigkeit für Überraschungen sorgen. Am 28. April wird es die Band Coucou sein. Sie sind keine unbeschriebenen Blätter, die drei Musikerinnen von Coucou, die Ende des Monats die Galerie rocken werden - wobei "rocken" im Sinne von "begeistern" steht, denn eigentlich ist die Musik des Trios subtil, zart und unglaublich artistisch. Meryem Kilic, Steffi Narr und Janda machen gemeinsam Independent-Musik, und zwar vom Feinsten. Sie haben alle drei eine eigene Karriere aufzuweisen, sind hochprofessionell und jeweils auch mit Solo-Projekten befasst. (…) Vor mehreren Jahren schlossen sich die drei Frauen zum Bandprojekt Coucou zusammen, im Februar 2016 brachten sie ihr erstes gemeinsames Album unter dem Titel "Paperskin" heraus. Dieses Debüt werden sie am 28. April in der Galerie vorstellen. "Paperskin" meint die papierdünne Haut eines Jungen, die als Metapher für Sensibilität und Empfindlichkeit in einer rauen Umwelt steht. Aus Papier gefaltete Kraniche, die Vögel des Glücks, nehmen einen wichtigen Platz auf dem Cover der CD ein. Sie begleiten die Band auf all ihren Wegen, so auch nach Lichtenwalde. Es ist bereits das zweite Konzert innerhalb von "Offspring", und ein drittes soll im Mai folgen."

"Freie Presse" vom 12.4.2016

Intimität mit einer echten Elfe

"Es gibt Elfen. Als solch zartes Wesen erschien Emma Dawkins den Gästen in der Lichtenwalder "Galerie Angewandte Kunst Schneeberg". Wie aus dem Nichts. Die Sängerin der Indiepop-Band Kafka Tamura zog Gründonnerstag die Zuhörer zur Vernissage der Sonderschau "Offspring" in ihren Bann - vom ersten Ton an. Das Livekonzert wurde zu einem Fest für die Seele. Die 18-Jährige, die ihre äußerst sensiblen Texte selbst schreibt, beeindruckte in ihrem melodisch klingenden Gesang mit fulminant klingender Stimme. Mit Schlagzeugrhythmik, angezupften Gitarrenakkorden und Elektronik versteht das deutsch-englische Quartett dies zu verweben. Doch immer wieder kreisten die Gedanken darum, wie Frontfrau Emma zu solch Gesangsvolumen fähig ist und dennoch zerbrechlich klingt. Den Blick verklärt, gerichtet auf das abwechselnd in kühl-blaues und warm-rotes Licht getauchte Wesen. Kafka Tamura kommen wahrlich nicht aus dem Nichts. Die Band, deren minimalistische Musik schnell ihre Fans findet, tourte vor einem Jahr bereits durch ausverkaufte europäische Konzerthallen. Später ging man auf US-Tour. Doch die Vier genossen sichtlich die Intimität in der Lichtenwalder Galerie. Förmlich in Reichweite stellte Sängerin Emma gemeinsam mit Schlagzeuger Gabriel, Bassist und Keyboarder Ferdinand und Gitarrist Marius ihr Debütalbum "Nothing To Everyone" vor, veröffentlicht im August 2015. Dem Internet-Zeitalter verdanken Kafka Tamura ihre Existenz: Emma war gerade mal 16, als sie im englischen Southampton in einer Soundcloud ihre ersten Songs hochlud. Zwei Leipziger, darunter Schlagzeuger Gabriel hörten diese, schrieben sie an und schickten die Tracks über den Kanal. Mit Schriftsteller Franz Kafka dagegen hat das Quartett keine Verbindung. Kafka Tamura heißt vielmehr der Protagonist des Romans "Kafka am Strand" des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami. Emma hatte diesen Bestseller mit 15 Jahren gelesen und Seelenverwandtschaften mit dem Titelheld festgestellt. Übrigens: Da die Band im Moment an neuen Projekten arbeitet und nicht auf Tour ist, kam Emma extra aus England mit dem Flieger. In "Offspring" zeigen derzeit elf junge, etablierte Designer - allesamt Absolventen der Fakultät Angewandte Kunst - ihre Objekte unter anderem aus Holz, Metall, Papier und Textil. Kurator und Galerist Professor Jochen Voigt genoss in seiner Laudatio das einmalige Wiedersehen mit acht "seiner" ehemaligen Studenten im Studiengang Holzgestaltung. Dazu kam Marlene Schroeder, einzige Frau in der Runde der Aussteller. Sie studierte in Schneeberg Textildesign. Die Wahl-Leipzigerin gründete mit Holzgestalter Daniel Böttcher vor vier Jahren das Label Formverleih. So schließt sich auch dort letztlich der Kreis. Gezeigt werden in "Offspring" neben den aktuellen, erfolgreichen Objekten der Gestalter auch Arbeiten aus deren Studienzeit. Eine äußerst gelungene Mischung, die von Kurator Jochen Voigt und seinem Galerieteam eine Glanzleistung abforderte. Nach dem Konzert nutzen Aussteller, Gäste und Gastgeber den Abend, um ins Gespräch zu kommen."

Katrin Kablau in "Freie Presse" vom 25.4.2016

Neue Ausstellung von ehemaligen Designstudenten

"Vom Designstudenten zum etablierten Gestalter: Mit einer neuen Ausstellung in der Galerie für Angewandte Kunst im Schloss Lichtenwalde zeigen Absolventen der Westsächsischen Hochschule Zwickau was aus ihnen geworden ist. Zu sehen sind ab Donnerstag Designobjekte aus Holz, Metall, Papier, Textil und Kunststoff, darunter Möbel und Accessoires für Haus und Büro oder auch tierisch-lustige Fantasiegeschöpfe. Zehn ehemalige Studenten der Fakultät für Angewandte Kunst mit Sitz in Schneeberg geben unter dem Titel „Offspring“ (engl. Nachwuchs) einen Einblick in ihr Schaffen. Die Absolventen sind inzwischen als Freiberufler oder Mitarbeiter renommierter Unternehmen unterwegs. Manchen Absolventen hat es demnach sogar bis nach China verschlagen. Zur Vernissage, die nach Angaben der Galerie bereits seit Wochen ausverkauft ist, spielt das britisch-deutsche Trio „Kafka Tamura“. Die gefeierte Newcomer-Band hat sich über das Internet kennengelernt."

"Focus" vom 23.3.2016

2700 Besucher sehen "X" in Lichtenwalde

"2700 Besucher sind in der Ausstellung "X" in der Galerie "Angewandte Kunst Schneeberg" im Schloss Lichtenwalde gezählt worden. Sie ging am Sonntagabend zu Ende. Galerieleiter Professor Jochen Voigt ist mit dieser Zahl sehr zufrieden. In nur zehn Tagen soll die Frühjahrsausstellung in Lichtenwalde ihre Türen öffnen. In "Offspring - Möbel- und Produktdesign von Schneeberger Absolventen" soll laut Galerieleiter Voigt auf das Wirken einer Reihe von Absolventen der Studienrichtung Holzgestaltung aufmerksam gemacht werden. Neben zwei ehemaligen Schneebergern, die das Label Formverleih und Westosteron führen, stellen sieben Designer aus - sowohl freischaffend tätig als auch in renommierten Unternehmen beschäftigt. Ausgebucht ist bereits die Vernissage am 24. März, bei der zahlreiche Aussteller anwesend sein werden."

Katrin Kablau in "Freie Presse" vom 08.03.2016

Kantige Steine, sprudelndes Wasser

"Der Chemnitzer Elektronikmusiker Uwe Rottluff lotet mit seinem Projekt Wellenvorm transzendente Klangwelten aus. Heute stellt er sie in der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg vor. Die klassische elektronische Atmosphärenmusik im Stil von Tangerine Dream kann den Hörer auf faszinierende Weise zu spannenden Klangreisen mitnehmen - hat im Zweifelsfall wie fast jede Ambientmusik aber auch Haken und Ösen: Sehr schnell ist dabei die Grenze zum nichtssagenden Esoterik-Geplätscher überschritten, platzen künstlerische Überambitionen in technologischen Seifenblasen auf Klangtapete. Selbst Großmeister des Fachs wie der Franzose Jean Michel Jarre oder prominente Vertreter der als wegweisend geltenden "Berliner Schule" wie Klaus Schulze sind schon in diese Irre gegangen - und kommerziell angetriebene Fahrstuhl-Elektroniker wie Christopher von Deylen alias Schiller erst recht.

Insofern ist "Toene des Nebels", das erste Album des Chemnitzer Elektronikmusikers Uwe Rottluff, nichts weniger als eine faustdicke Überraschung. Man mag vielleicht vor Songtiteln wie "Der singende Sinus", "Weinender Mond" oder "Sequenzerliebe" erst einmal leicht zurückzucken - doch wo anderswo blumige Bezeichnungen belanglose Musik falsch etikettieren, ist es in diesem Fall umgedreht: Was Rotluff, kein Mann der Worte, aus seinen Geräten herausschraubt, ist packend, frisch, originell und von handwerklich beeindruckender Klasse. Er gibt seinem Klangrausch eine tolle harmonische Basis und scheut sich nicht, Sequenzen statt nur als beliebten "Sprudeleffekt" auch in knackiger Form als tolle fragmentarische Melodielogos einzusetzen.

Vier Jahre hat der heute 48-Jährige an der Platte gearbeitet, nachdem er 2010 in einer Art Initialzündung Tangerine Dream entdeckte: "Da ist mir sofort das Herz aufgegangen. Als hätte ich gefunden, wonach ich immer gesucht hatte", sagt Rottluff. Er, der vor seiner Zeit als Familienvater in kleineren Bands spielte, schaffte sich Synthesizer an und begann, eigene Klangharmonien aufzuschichten. Die Inspirationen der Stücke kommen hörbar aus seinem Inneren, aus einem kreativen Organismus, der dann die Maschinenklänge formt: Rottluff nutzt die Inspiration der Gerätemöglichkeiten, lässt sich aber nicht von ihrer Unendlichkeit fortschwemmen. Hörbare Spuren hat dabei auch seine Vorliebe für Depeche Mode hinterlassen: Im Gegensatz zu anderen Elektronik-Projekten schreckt Wellenvorm nicht vor rauen Kanten und knackigen Strukturen zurück - wie umspülte Steine liegen sie im Fluss seiner Töne, lassen das Klangwasser sprudeln und machen es so sehr lebendig."

Tim Hofmann in "Freie Presse" vom 21.5.2015

Fünf Jahre cooles Design und Livemusik

"Der Rote Teppich war ausgerollt, und er diente sowohl dem Publikum als auch den Akteuren als wohl verdienter Laufsteg. Im Schlossrund Lichtenwalde wurde ein Ereignis gefeiert, auf das man vor Ort, in der Region und weit darüber hinaus stolz sein kann. Die Galerie Angewandte Kunst Schneeberg der Designfakultät der Westsächsischen Hochschule Zwickau, die im Schloss Lichtenwalde ihren Sitz hat, besteht seit fünf Jahren. Was damals, am 26. März 2010, beherzt und mit dem Zutun vieler Partner – so der Hochschule und Fakultät – angeschoben wurde, ist Wirklichket geworden. "Mitarbeiter und Studierende aus Schneeberg haben in der Galerie ein attraktives beständiges Podium gefunden" sagt Galerieleiter Jochen Voigt. Es werde genutzt, um sowohl die jährlichen Projekt- und Abschlussarbeiten als auch künstlerisch-gestalterische Tätigkeit öffentlich vorzustellen. "Alle zehn Wochen gibt es auf 380 Quadatmetern Fläche neuestes Design."

Für Margitta Kammer (39), eine der Besucherinnen des mit 120 Personen restlos ausverkauften Jubiläumsabends, erschien das wie ein Wunder. "Ich entdeckte die Galerie per Zufall und war sprachlos", sagte sie. "Ich war auf Vergangenheit eingestellt und fand die Zukunft." Maik und Gesine Hunger vom Restaurant "Vitzthum" gleich gegenüber sind Unterstützer der Galerie. "Ich freue mich, dass es sie gibt", sagte Gesine Hunger. "Man kann beobachten, dass das Interesse bei den Besuchern immer sehr gross ist." Auch die Kombination Ausstellung und Livekonzert überzeugte die beiden. Auch Gunter Krautheim, Rektor der Westsächsischen Hochschule Zwickau, der eigens den Jubiläumsabend am Donnerstag eröffnete, lobte die Galerie als einen "herausragenden Ort des Austausches und der Geselligkeit." Dass die Absolventen der Schneeberger Schule eine Zukunft haben, zeigte der Ablauf anschaulich: Drei mehrfach ausgezeichnete Absolventinnen geben in der aktuellen Ausstellung Einblicke in ihr Schaffen.

Das Publikum zeigte sich begeistert von den Arbeiten der Modedesignerinnen Corinna Busch und Kathi Halama aus Chemnitz und der Malerin Anija Seedler aus Leipzig. Riesenbeifall bekamen die international renommierten Jazzmusiker Stephan Bormann (Gitarre) und Tom Götze (Bass). "Traumhaft" sagte einer der Besucher und schloss entzückt die Augen."

Eveline Rößler in "Freie Presse" vom 30.3.2015

Experimentierfreude zieht an

„Vor 95 Jahren wurde das erste elektronische Musikinstrument erfunden. Diesem Klangwunder namens Theremin Töne zu entlocken, ist eine Wissenschaft für sich. Die Kunst besteht darin, es völlig berührungslos zu spielen. Musiziert wird durch die Bewegung der Hände zwischen zwei Antennen. Bis heute beherrschen das außergewöhnliche Instrument nur wenige Interpreten. Eine von ihnen ist die Sängerin Trautonia Capra, die ihre Stimme und ihr Theremin-Spiel auf einzigartige Weise verbindet. Gemeinsam mit dem Hamburger Soundpionier Matthias Schuster gibt die gebürtige Wienerin am Donnerstag in der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg ein Gastspiel.
Experimentierfreude zieht an! Die geplante Performance aus Klang und Licht wird auch eine Uraufführung eigens für die neue Ausstellung „Weniger ist mehr“ bereithalten. Zu sehen sind die besten Semester- und Bachelorarbeiten aus der Fakultät Angewandte Kunst der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Alle versetzen durch ihre verblüffende Einfachheit in Erstaunen – vom Papierkleid bis zu einer Kopie der letzten von Stradivari gefertigten Violine.“

Christiane Hamann-Pönisch in „Chemnitzer Morgenpost“ vom 7.10.2014

„Tee-Klang“ in Lichtenwalde

Das Ausstellungsobjekt „Tee-Klang“ von Lukas Schubert aus dem Semesterprojekt „Fiktive Realität – Reale Fiktion“ schaffte aus auf die sachsenweite Titelseite der „Freien Presse“ vom 25.6.2014

Ausstellung bewegt die Massen

„Es ist eine unglaubliche Zahl für die Betreiber der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg im Schloss Lichtenwalde: Mehr als 1000 Besucher kamen bis jetzt in die Ausstellung „Impulse – Ideen aus Holz“. Dabei eröffnete die Schau erst vor drei Wochen.

Brigitte Pfüller in „Blick“ Chemnitz, vom 23.7.2014

Singende Teebeutel und abgelutschte Daumen

Eine Auswahl von Studienergebnissen der letzten zwölf Monate sorgt seit wenigen Tagen in der Ausstellung „Impulse – Ideen aus Holz“ der Hochschulgalerie auf Schloss Lichtenwalde für Begeisterung unter den Besuchern. Angela Lindenhan (38) aus Chemnitz: „Ideenreich, toll, einmalig“ – sagt’s und nimmt begeistert im Mini-Café des Exponates „Schneeberger auf Reisen“ Platz.
Dieses mobile Design-Fiction-Wohnwunder haben acht junge Gestalter um Professor Gerd Kaden (64), Leiter der Studienrichtung Holzgestaltung, aus acht 60 x 200 x 180 Zentimeter großen Boxen entwickelt. In dem rollbaren Rahmensystem steckt alles, was man zum Wohnfühlen braucht. Sogar eine Tischtennisplatte kann aufgeklappt werden. Das Konzept hat bereits auf der Internationalen Möbelmesse in Köln und bei den Coburger Designtagen für reichlich Aufsehen gesorgt.“

Christiane Hamann-Pönisch in „Chemnitzer Morgenpost“ vom 25.6.2014

Vernissage in Lichtenwalde

„Impulse - Ideen aus Holz“ heißt die neue Ausstellung in der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg im Schloss Lichtenwalde. Obwohl zum Zeitpunkt der Vernissage das WM-Spiel Deutschland gegen die USA übertragen wurde, konnte Galerieleiter Prof. Jochen Voigt weit über 100 Gäste begrüßen. Die Schau zeigt Objekte, die von Studenten der Fachrichtung Holzgestaltung an der Design-Hochschule Schneeberg in den letzten 12 Monaten geschaffen wurden. Es sind die letzten Arbeiten, die unter der Lehrtätigkeit von Prof. Gerd Kaden entstanden sind. Er leitete seit 1992 die Studienrichtung Holzgestaltung in Schneeberg. Nach einem Freisemester verabschiedet er sich nun in den Ruhestand.
Den Glanzpunkt der Vernissage setzte ein Konzert international renommierter Musiker. Der Amerikaner Jeffrey Goldberg, der rumänische Violinist Ovidiu Simbotin und Jacub Tylmann aus Tschechien begeisterten das Publikum.

Flöha TV Kabeljournal, 4.7.2014

Neue Schau in Lichtenwalde

„In der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg im Lichtenwalder Schloss wurde am 20. März, die Ausstellung „Pixel, Salz und Silber - 175 x Fotografie“, eröffnet. Zur Vernissage konnte Galerieleiter Prof. Jochen Voigt 120 Gäste begrüßen. Für den feierlichen Rahmen sorgten die beiden Chemnitzer Musiker Esther Lingath am Klavier und der Violinist Andreas Winkler. Mit dieser Veranstaltung wurden gleich zwei Jubiläen begangen. Zum einen feiert die Galerie im März ihren vierten Geburtstag. Und zum anderen will die Ausstellung an 175 Jahre Fotografie erinnern. Es sind 175 Lichtbilder zu sehen. Fast alles Arbeiten von Studenten und Lehrkräften, der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, einer Einrichtung der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Die Bilder zeigen verschiedene fotografische Genres. Von Akt-, Porträt- und Modeaufnahmen bis hin zur experimentellen Fotografie. Zur Ausstellungseröffnung hatte Prof. Voigt die Kunsthistorikerin Dr. Babett Forster zum Podiumstalk eingeladen. Im lockeren Gespräch erfuhren die Zuhörer viel über die Geschichte der Lichtbildnerei. Es war im Jahr 1839, als der französische Maler Daguerre seine Erfindung vorstellte. Er konnte Lichtbilder auf versilberten Kupferplatten erzeugen. Diese sind als Daguerreotypien bekannt. Einige solcher Unikate können in der Ausstellung bestaunt werden. Erst mit der Erfindung des Fotopapiers und der Negativfotografie war es möglich, beliebig viele Abzüge zu fertigen. Das war dann auch die Geburtsstunde der Fotogramme. Lichtbilder, die ohne Kamera hergestellt werden, bieten auch heute noch viel Platz für kreativen Freiraum.“

Flöha TV Kabeljournal, 28.3.2014

Geklöppelte Kunst

„Spitzen-Deckchen waren gestern! Zumindest wenn man die Exponate in der Ausstellung „Frivol & Glamourös – 100 Jahre Klöppelspitze“ betrachtet. In der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg im Schloss Lichtenwalde zeigen Studenten ihre Arbeiten zum Thema Klöppeln. Und da wird statt Garn überwiegend Draht verwendet – aus Silber. Kupfer, Edelstahl. Bis zum 9. März 2014 hat Galerieleiter Professor Jochen Voigt die Ausstellung nun verlängert – wegen des großen Interesses.“

Grit Striezel in „Freie Presse“ Chemnitz vom 5.2.2014

Gestaltung geht vor Technologie

„Mit ihrer Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, Nachfolgerin der Schneeberger Spitzenklöppelmusterschule, ist die Westsächsische Hochschule Zwickau die einzige Hochschule in Deutschland, in der Klöppeln zur Ausbildung gehört. Das Verdrehen, Verkreuzen, Verknüpfen und Verschlingen von Fäden ist eine der ersten und wichtigsten Trainingseinheiten in der Studienrichtung Textilkunst / Textildesign. Doch dabei geht es weniger um handwerkliche Schnelligkeit und Geschick wie etwa zu Urgroßmutters Zeiten, sondern vielmehr um das unendliche Spiel mit Linie und Form. Ausstellungskuratorin Ute Schmidt: „Wir nutzen altes Handwerk für neue ungewöhnliche Verbindungen. Gestaltung geht vor Technologie“.

Christiane Hamann-Pönisch in „Chemnitzer Morgenpost“ vom 19.11.2013

Galerie begrüßt 10.000 Gast

„Eine Überraschung erlebte gestern Abend Karin Streubel aus Augustusburg. Sie hatte die Eröffnung der Ausstellung „Frivol und Glamourös“ besucht und war zugleich der 10.000 Besucher der Galerie „Angewandte Kunst Schneeberg“ auf Schloss Lichtenwalde. Aus der Schar der Anwesenden war die Besucherin per Los ermittelt worden. Galerieleiter Jochen Voigt überreichte ihr ein Brettspiel.“

Eveline Rößler in „Freie Presse“ vom 22.11.2013

„punkt 13“ – Designstudenten zeigen Bachelorarbeiten des Jahres

„Frische Ideen und neue Denkansätze sind die Ausbeute zahlreicher Abschlussarbeiten an der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg. In der Galerie der Westsächsischen Hochschule Zwickau im Schloss Lichtenwalde können die Bachelorarbeiten des Jahres 2013 in Augenschein genommen werden. Die Themenpalette der Schau ist breit: Funktionales für den Wohnbereich, Modekollektionen unter vielfältigen Gebrauchsschwerpunkten, darunter Neuinterpretationen klassischer Damenoberbekleidung und die ungewöhnliche Verwendung von Stepptechniken, mehrere Musikinstrumente, ein transportables Mini-Puppentheater, ein Set edler Wohnraumtische für die Firma Thonet, Entwürfe für Damaststoffe, schalenartige Objekte aus geklöppeltem Draht, eine Kinderwiege, witzige Taschen, aber auch Textilien für „junges Wohnen“. Ein Spiel(e)tisch lädt zum Spielen mit fünf verschiedenen Brettspielen ein.“

Christiane Hamann-Pönisch in „Chemnitzer Morgenpost“ vom 30.9.2013

Zwischen Gefäß und Verpackung

„Bienenstock, Hutschachtel, Vogelbauer: Die Galerie im Lichtenwalder Schloss lädt in ihrer Sommerschau zu einem sehenswerten Rundgang durch den Alltag ein. Gestern wurde in Lichtenwalde so richtig geschwitzt. Der Grund war nicht so sehr das anfänglich schwülwarme Wetter, sondern die Tatsache, dass im Schlosskarree eine neue große Ausstellung aufgebaut wurde. Immerhin sind es 150 große, mittlere, kleine Objekte, die in Szene gesetzt werden mussten.
Dabei, das macht Jochen Voigt, Professor an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und Leiter der Galerie, deutlich, ist das ein Thema nicht ausschließlich nur für die sommerliche Jahreszeit. Schließlich würden Gefäße, Behältnisse und Verpackungen in all ihrer Verschiedenheit immer unseren Alltag bestimmen, auch wenn die Schau davon natürlich nur einen Bruchteil zeigen könne. „Wir möchten damit ein breites Publikum ansprechen und unsere Besucher einladen, sich auf einen vergnüglichen und unterhaltsamen Weg durch die Welt der Verpackungen, Gefäße und Behältnisse zu begeben“ sagt Voigt. „Ganz bewusst stehen einfache Formen neben üppigem Zierrat, preiswerte Werkstoffe neben kostbaren, historische Gefäße neben aktuellen Angeboten so, wie es im wirklichen Leben ist.“

Eveline Rößler in „Freie Presse“ vom 7.9.2013

Ein Klassiker kommt nach Lichtenwalde

„Heute Abend kommt Familie Thonet ins barocke Schloss, wo mit dem neunten „Talk in der Galerie“ und mit Livemusik die neue Ausstellung eröffnet wird. Zu den Fragen heute Abend, so macht Voigt neugierig, würden sicher auch die gehören, wie Peter Thonet über seinen berühmten Vorfahren denkt, der in keinem Kunstlexikon fehlt; wie es sich mit namhaften Designern aus vielen Ländern arbeitet und ob er vielleicht auch Thonetstühle im eigenen Haus habe.“

Eveline Rößler in „Freie Presse“ vom 25.4.2013

Kaffeehausstuhl Nr. 14 zu Gast

„Großes Stühle- und Möbelrücken in der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg im Schloss Lichtenwalde: Am Donnerstagabend wird Sachsens „Schaufenster“ für modernes Design an eine Sternstunde der Kaffeehaus-Geschichte erinnern.
Mitte des 19. Jahrhunderts brachte der rheinländische Tischlermeister Michael Thonet Stühle aus gebogenem Buchenholz auf den Markt. Die elegant-schlichte Sitzgelegenheit sollte nicht nur ein Café-Renner werden, sondern der Urhit einer der bekanntesten deutschen Möbelfirmen überhaupt. Zur Eröffnung der Ausstellung „Thonet – Die pure Form“ wird Ur-Ur-Enkel Peter Thonet, Geschäfsführer von Thonet im hessischen Frankenberg und seit Kurzem Honorarprofessor an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, als Talk-Gast neben Eva Maria Hoyer, Chefin des Grassimuseums Leipzig, und Galerieleiter Jochen Voigt Platz nehmen.“

Christiane Hamann-Pönisch in „Chemnitzer Morgenpost“ vom 23.4.2013

Jazzmusiker werden in der Galerie erwartet

„Musiker von internationalem Format werden morgen Abend zur Vernissage im Schloss Lichtenwalde spielen. Anlass sind die beiden aktuellen Ausstellungen der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg.
Wie Galerieleiter Jochen Voigt sagte, wird in Anwesenheit der jungen Künstler der Laudator, Bildhauer Thomas Knoth aus Weimar, sprechen. Außerdem zeigt man den von Studenten gedrehten Experimentalfilm „Tatort Schneeberg“. Danach gibt es das Livekonzert „The 10-String Orchestra“ der international bekannten Jazzmusiker Stephan Bormann (Gitarre) und Tom Götze (Bass), die ihr neues Album „Pearls“ vorstellen. Natürlich lädt der Abend auch ein zu einem Gang durch die Ausstellungen „Connect“ und „foyer special“. Unter letzterem Titel werden im 90 qm großen Foyer skizzenhaft brandaktuelle Ergebnisse von Studienprojekten gezeigt. Dazu zählen „Gestühl für St. Wolfgang“ und „Zinn“. Bei letzterem Projekt haben Studenten in einer Nacht- und Nebelaktion Kitschfiguren und historisch verbrämte Kunstgewerbeobjekte aus Zinn eingeschmolzen und zu modernen Stücken umgegossen.“

Evelin Rößler in „Freie Presse“ vom 13.3.201

Grafiken wecken die Neugier

„Wie lässt sich Mode geschickt und ansehnlich in Szene setzen? Noch dazu, wenn die Kleider noch nicht einmal geschneidert und somit für den Laufsteg tauglich sind, sondern vorerst lediglich als Skizzen und Entwürfe existieren? Eine Variante, das erdachte schon in einer frühen Entstehungsphase in den Blickpunkt zu rücken, präsentieren Studenten aus Schneeberg derzeit im Schloss Lichtenwalde.
Denn die Schloss-Galerie der in Schneeberg ansässigen Fakultät Angewandte Kunst der Westsächsischen Hochschule Zwickau hat dieser Tage eine neue Sonderschau eröffnet. Diese widmet sich einer Darstellungsform, der Grafik. Die grafischen Blätter machen Betrachter neugierig auf Mode. Die Exposition heißt „Connect – Zeichnungen, Illustrationen, Mode“. Dabei besticht die besonders große Vielfalt der künstlerischen Techniken. So reicht die Bandbreite der gewählten Arbeitsmittel von linearen und feinen Tuschestiften bis hinzu Aquarellformaten und computergestützten Zeichnungsvarianten. Schräge Porträts, comichafte Arbeiten und Motive auf Recyclingpapier versprechen eine Menge Abwechslung. Kleinformatig, figürlich, ausdrucksvoll – jeder Student ging das Thema auf seine Weise an.“

Anna Neef in „Freie Presse“ vom 1.3.2013

Engel aus Papier werfen ihre Schatten

„Eine ungewöhnliche Ausstellung in Lichtenwalde sorgt für Furore: die Schau „Paper lá Papp“. Der Witz: Alles ist aus Papier – vom Möbel über Geschirr bis zur Keramik.
Paul Jacob, Mitarbeiter der Galerie Angewandte Kunst Schneeberg im Schloss Lichtenwalde und im „Hauptberuf“ Student der Holzgestaltung im 7. Semester, liebt Papier von Kindesbeinen an. Die von ihm mit aufgebaute und betreute Ausstellung in der Galerie ist daher ein Heimspiel für ihn. Schon früh erwachte die Affinität zu diesem Werkstoff, mit dem er seine Gefühle am besten „in Form bringen“ kann.
Origami, Papierschöpfen und Modellieren mit Papier sind Techniken, die er nach und nach erkundet hat. Zu seinen ganz neuen Arbeiten zählen die Engel, von denen einige im Foyer der Galerie „gelandet“ sind. Spontanität ist eine der Stärken dieser Ausstellung, eine andere ihre Vielseitigkeit. Wer ins Lichtenwalder Barockschloss in die Räume der Galerie kommt, darf sich auf eine abwechslungsreiche, 350 Quadratmeter große Schau freuen.“

Evelin Rößler in „Freie Presse“ vom 4.1.2013

Im Anfang war das Holz

„Wir lesen Bücher mit den E-Reader und können uns die Zeitung aufs I-Pad holen. Wozu also noch Papier? Eine Ausstellung mit Papier-Kunst aus Schneeberg hat eine Antwort parat.
„Paper lá Papp“ nennt sich die Schau voller Kunst aus und auf Papier, die von Schneeberger Angewandte-Kunststudenten aller Fachrichtungen stammt (Kuratorin Carolin Schulze) – von der Mode bis zur Holzgestaltung. Aus Papier lassen sich schließlich Kleider machen, ja selbst eine Art Instrument kann man damit bauen: die Papier-Raschel-Maschine. Hunderte Blättchen kleben an etlichen runden Stäben, diese sind wiederum dicht an dicht in einem Rahmen gespannt. Dran kann man nun drehen, Papier reibt sich an Papier, macht etwas Wind und zischt leise: Paper lá Papp.
Im Anfang waren: Pflanzenfasern, Holzschliff. Aus einem Baum wird Papier geboren. Bereits Holz, extrem dünn geschält (mit einem Bleistiftspitzer zum Beispiel), hat Papier-Charakter. Das ist die Urform dieses universalen Materials. Häuser aus Papier? Theoretisch möglich, sieht man die geschlitzten und gefalteten Objekte der Japanerin Yukiko Umezawa, die an Architektur-Modelle erinnern. Bindfäden, mit Papierbrei übergossen (Evelin Görner), zeigen: Fleisch, Haut und Knochen – Papier kann eben alles sein.“

Ulrich Hammerschmidt in „Freie Presse“ vom 12.12.2012

Das Holz und seine Brüder

„Alles, was sich aus Holz formen lassen kann, wird in Schneeberg auch gemacht. Und das schon seit 50 Jahren von Lehrern und Studenten der Angewandten Kunst. Eine Ausstellung in Lichtenwalde feiert das Jubiläum.
Es ist eine Augenweide, vor allem. Aber manchmal wird auch die Hand verführt zum Darüberfahren, die Finger zum Befühlen. Das darf man selten in Galerieausstellungen. Hier ist das Verbotene eigentlich erlaubt, hier und da sogar Sinn und Zweck, wenn Lehr- und Studienauftrag sagen: Es geht um Strukturen und um Flächen für den Tastsinn. Zudem sind da Lege- und Würfelspiele oder gedrechselte Objekte – das Holz öffnet sich zur Herausforderung.
In der Galerie im Nordflügel des Schlosses Lichtenwalde bei Chemnitz präsentiert sich die Studienrichtung Holzgestaltung der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg mit funkelnagelneuen Exponaten und mit Arbeiten aus ihrer 50-jährigen Geschichte. (...) Das Zeitlose guter Designentwürfe, die aus Lehre und Studium der Angewandten Kunst hervorgegangen sind, ist hier in der Ausstellung das bemerkenswerteste Qualitätssignet der Holzgestaltung in Schneeberg.“

Reinhold Lindner in „Freie Presse“ vom 7.11.2012