Im Fokus der Forscher stehen Leichtbauteile für den Automobilbau. Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) bieten ein enormes Leichtbaupotenzial. Der Wissenszuwachs auf diesem Forschungsgebiet ist für Unternehmen unüberschaubar und wächst weiter. Ebenso fehlt es an praxistauglichen und erprobten Lösungen, welche den mittelständischen Unternehmen als Grundlage für Weiterentwicklungen dienen. Im Projekt wollen die Wissenschaftler aus den Bereichen Automobil- und Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik und Textil- und Ledertechnik, bereits vorhandenes Wissen bündeln und den Wissenstransfer in die Unternehmen sowie zwischen den Fachbereichen gestalten. Ziel der Wissenschaftler ist es, eine Fertigungsprozesskette eines FKV-Bauteils abzubilden, welches aus einer innovativen Metall-Kunststoff-Verbindung hergestellt werden soll. Durch den Fokus auf die werkstofflichen und konstruktiven Besonderheiten sollen Leichtbaupotenzial voll ausgeschöpft werden. Als Partner steht z.B. die Alpha Sigma GmbH, eine Ausgründung der WHZ zur Seite. Sie spezialisierte sich auf Leichtbau mit Basaltfasern und steht den Wissenschaftlern beratend zur Seite.

Hintergrund

Das primäre Ziel im Leichtbau ist die Gewichtseinsparung und die damit verbundene Energieeinsparung. Neben Kunststoff und Glasfasern können auch Naturfasern aus Hanf oder Basalt verwendet werden. Leichtbauwerkstoffe werden im Automobil- und Maschinenbau oder in der Bauindustrie und Energietechnik z.B. für die Herstellung von Windkraftanlagen, leichte Decken- und Wandkonstruktionen oder Fahrzeugteile eingesetzt. Diese Industriezweige gehören zu den sächsischen Wachstumsmärkten und tragen maßgeblich zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bei.