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Regenschirm, Schneemann oder Frosch – erste Erprobungen von Prototypen

Vom 5. bis 14. Juli 2022 wurden erste Beobachtungen multizentrisch durch das Projektteam WHZ in stationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Nachdem theoriegeleitet Prototypen von Kissen durch die Praxispartner hergestellt wurden, sollten nun Reaktionen von Bewohner:innen erfasst werden, um die Produkte zu optimieren.

Insgesamt 14 Kissen in unterschiedlichen Ausgestaltungen wurden 35 an Demenz erkrankten Pflegebedürftigen in fünf verschiedenen Pflegeeinrichtungen zur Verfügung gestellt. Die Kissen unterschieden sich dabei hinsichtlich der Abbildungen, Stoffe, Farben, Größen und Füllungen.

In der ersten Erhebungsphase wurde gemessen, wie häufig die einzelnen Produkte genommen (Häufigkeit) wurden und wie lange die einzelnen Bewohner:innen diese nutzten (Nutzungsdauer). Die im Verhältnis der Häufigkeit und Nutzungsdauer ermittelten Favoriten (n=6) wurden in der zweiten Erhebungsphase intensiver erprobt. Immer in Begleitung von Pflege- und Betreuungskräften wurden die Kissen – meist in Gemeinschaftsräumen – den Bewohner:innen zur Verfügung gestellt und Reaktionen beobachtet und dokumentiert. Die Auswertung der ersten Erhebungswoche lieferte Schwerpunkte für die darauffolgenden Beobachtungen. Erneut wurden die Prototypen in die Wohnbereiche gegeben, diesmal beschränkt auf die Favoriten der ersten Erhebungswoche. Ziel war es, Aktivitäten und Wohlbefinden von Menschen mit Demenz zu dokumentieren – in Anlehnung an die Methodik der Dementia Care Mapping. Diese hatten hierbei alle gewohnten Möglichkeiten, konnten also auch anderen Aktivitäten nachgehen, wenn bspw. das Interesse nachließ. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde auch die Zeit vor und nach der Benutzung der Kissen dokumentiert. Insgesamt wurden die Analysen in fünf Einrichtungen in Annaberg-Buchholz, Chemnitz und Zwickau, durchgeführt.

Die Ergebnisse dienen dazu, Prototypen weiterzuentwickeln und durch zusätzliche Materialien zu ergänzen. Ebenso soll bspw. eine Duftkomponente hinzukommen. In weiteren Erhebungszeiträumen finden darauf aufbauende Beobachtungen statt. Wir bedanken uns herzlichst bei allen Bewohner:innen sowie den Pflege- und Betreuungskräften für die Unterstützung.