Mobilität zu Unterrichtszwecken/Lehrendenmobilität (STA) mit ERASMUS+

Erasmus+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen, die eine gültige Erasmus Charta für Hochschulen - ECHE besitzen. Gastdozenten sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können. Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen.
Auch Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen kann zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden.

Dozentenmobilität muss in einem Programmland stattfinden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule (ausgenommen Incoming-Mobilität, s. u.) und nicht das Hauptwohnsitzland der betreffenden Person ist.

Hinweis: Die Teilnahme an Konferenzen ist nicht förderfähig.

Folgender Personenkreis kann gefördert werden:

  • Professoren und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur Hochschule
  • Dozenten ohne Dotierung
  • Lehrbeauftrage mit Werkverträgen
  • Emeritierte Professoren und pensionierte Lehrende
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Unternehmenspersonal

Grundlage für die Dozentenmobilität ist das Vorhandensein eines Inter-institutional Agreements mit der aufnehmenden Hochschule, in dem eine Mobilität zu Lehrzwecken vorgesehen ist.

  • Dauer: zwischen zwei Tagen und zwei Monaten (jeweils ohne Reisezeiten)
  • Unterrichtspensum: mindestens acht Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangene Woche

Der Mobilitätszuschuss umfasst Fahrt- und Aufenthaltskosten. Die finanzielle Förderung erfolgt pauschal nach sog. Stückkosten.

Für die Förderung durch deutsche Hochschulengelten gelten einheitliche Tagessätze, die sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern orientieren. Ab dem Projektjahr 2014 gelten für Deutschland folgende feste Tagessätze für vier Ländergruppen bis zum 14. Aufenthaltstag, vom 15. bis 60. Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70 % der genannten Tagessätze:

LändergruppeZielländerTagessatz
Gruppe 1Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden160 Euro/Tag
Gruppe 2Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern140 Euro/Tag
Gruppe 3Deutschland (Incomer), Lettland, Malta, Mazedonien (FYROM), Portugal, Slowakei, Spanien120 Euro/Tag
Gruppe 4Estland, Kroatien, Litauen, Slowenien100 Euro/Tag

Grundsätzlich kann das International Office im Projektjahr 2014 Mobilitätszuschüsse für max. 5 Tagen pro Personalmobilität gewähren. Längere Personalmobilitäten sind möglich - die restlichen Tage gelten als. sog. Zero-Grant-Tage und werden nicht bezuschusst.

Zu diesen Tagessätzen kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden. Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

Entfernung lt. EntfernungskalkulatorFahrtkostenzuschuss
100 km - 499 km180 EUR
500 km - 1.999 km 275 EUR
2.000 km - 2.999 km 360 EUR
3.000 km - 3.999 km 530 EUR
4.000 km - 7.999 km 820 EUR
8.000 km und mehr1.100 EUR

Für die Förderung im ERASMUS-Programm sind folgende Unterlagen im International Office einzureichen:

VOR der Mobilität:

  1. Schriftliche Einladung der Partnerhochschule bzw. Programmankündigung mit Einladung für eine "Internationale Woche"
  2. Ausgefüllte und unterschriebene Mobilitätsvereinbarung (Dokument erhalten Sie auf Anfrage)
  3. Unterschriebener ERASMUS+ Grant Agreement - wird vom International Office nach Beantragung der Mobilität (Dokumente 1-2) ausgestellt
  4. Dienstreiseantrag zur Kontierung durch das International Office.

WÄHREND der Mobilität:

  1.     Bestätigung der Mobilitätsdauer durch die Partnerheinrichting auf folgendem Formular.

NACH Abschluss der Maßnahme:

  1. Einreichung der Bestätigung der Mobilitätsdauer und des Unterrichtspensums durch die Partnerheinrichting - gilt als Antrag zur Auszahlung des Mobilitätszuschusses.
  2. Erstellung eines Berichts über das Mobility Tool Plus - die Einladung dazu erfolgt automatisch per E-Mail nach Ende der Mobilität.