FAQ-ERASMUS+ Praktikum

Über ERASMUS+

Das Programm bietet den Studierenden folgende Leistungen:

  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Mobilitätszuschuss zu den auslandsbedingten Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthalts durch Heimat- und Gasthochschule
  • Akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Mit Erasmus+ können Studierende in jeder Studienphase Studienaufenthalte an den europäischen Partnerhochschulen der WHZ absolvieren:

  • Je bis zu zwölf Monate je Studienphase (Bachelor, Master, Doktorat).
  • Studienaufenthalte im europäischen Ausland von je 3-12 Monaten Länge (auch mehrfach).
  • Praktika im europäischen Ausland von je 2-12 Monaten Länge (auch mehrfach).
  • (Praktika innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Studienphase (Graduiertenpraktika), falls die Bewerbung innerhalb des letzten Jahres der Studienphase erfolgt ist.)

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern

Studierende dürfen für Auslandsaufenthalte in einem Programmland gefördert werden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule (also Deutschland) und nicht ihr Hauptwohnsitzland ist.

Der Zeitpunkt ist abhängig von Ihrem Studium. Am besten lassen Sie sich von der Studienberatung und Ihrem Fachkoordinator der Fakultät beraten. Wichtig: Bei Antritt eines ERASMUS-Aufenthaltes müssen Sie das erste Studienjahr abgeschlossen haben. (Ausnahme Masterstudierende)

Für die Bewerbungsunterlagen im International Office werden keine Sprachnachweise verlangt. Für ein erfolgreiches Praktikum ist es aber notwendig, entsprechend den Anforderungen der aufnehmenden Organisation über die geforderten Sprachkenntnisse zu verfügen. Stimmen Sie sich hierüber mit dem Unternehmen bzw. der Organisation ab, in welcher Sie das Praktikum absolvieren möchten.

Um den Erfolg Ihres Auslandsaufenthalts zu unterstützen, werden im Rahmen des Erasmus+ Programms gezielt Unterrichts- und Arbeitssprachen gefördert. Sowohl vor als auch nach dem Aufenthalt werden hierzu verbindliche Online-Sprachtests (OLS) durchgeführt, um das eigene Sprachniveau und die Entwicklung Ihrer Sprachkompetenzen einzuschätzen. Hierfür stehen die OLS-Tests in insgesamt 18 Sprachen zur Verfügung.

In diesen Sprachen werden zusätzlich tutorierte Online-Sprachkurse angeboten. Die Online-Sprachkurse stehen allen Teilnehmer/innen des Erasmus+ Programms kostenfrei zur Verfügung.

Viele Partnerhochschulen bieten zudem studienbegleitende Sprachkurse an. Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Hochschulen. 

Für die fachliche Beratung zu einem Auslandsaufenthalt sind die Auslandsbeauftragten an den Fakultäten zuständig. Hier eine Übersicht geordnet nach Fakultäten:

  • AKS - Prof. Dr. Thomas Pöpper
  • AMB - Prof. Dr. Thomas Horst, Fr. Karla Türschmann, Prof. Dr. Kirstin Hoffmann (TLT)
  • ELT - Prof. Dr. Lutz Zacharias
  • GPW - Prof. Dr. Andreas Teubner
  • KFT- Prof. Dr. Helmut Eichert
  • PTI - Prof. Dr. Leonore Heiland (Physikalische Technik), Fr. Ina Porschhöfer (Informatik)
  • SPR - Dr. Juan Cao (Chinesischsprachiger Kulturraum), Fr. Mónica Gracia-Wagner und Prof. Dr. Thomas Johnen (Iberoromanischer Kulturraum), Fr. Anne-Cathérine Gonnot (Frankophoner Kulturraum)
  • WIW - Prof. Dr. Stefan Kolev, Herr Frank Mehlhorn

Wenn Sie das Auslandssemester als Pflichtpraktikum anerkennen lassen möchten, stehen Ihnen für Fragen zu formalen und inhaltlichen Anforderungen die Praktikumsbeauftragten der Fakultäten als Ansprechpartner zur Verfügung.

Bewerbung für eine ERASMUS+ Förderung für das Auslandssemester

Bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz bei einer ausländischen Firma ist in der Regel hauptsächlich Ihre eigene Initiative gefragt. Es gibt auch manchmal Bekanntmachungen, Aushänge und Sonstiges an diversen schwarzen Brettern, die Sie durchaus sorgfältig studieren sollten. Einige Hochschullehrer sind unter Umständen auch gern bei Ihrem Vorhaben behilflich, da sie Kontakte zur Industrie und Forschung im Ausland haben. Die Broschüre Wege ins Auslandspraktikum liefert Ihnen hilfreiche Tipps, die Ihnen bei der Suche nach einer Praktikumsstelle helfen könnte.

Die WHZ kann keine Stellen direkt vermitteln. Allerdings finden Sie in der Jobbörse des Career Service immer wieder Stellenanzeigen für Auslandspraktika. Im Rahmen eines Beratungsgespräches mit dem Career Service können zudem weitere Unternehmenskontakte internationaler Arbeitgeber genannt werden. Nutzen Sie vor allem die Möglichkeit der Initiativbewerbung, da viele Praktikumseinrichtungen ihre Praktika nicht regelmäßig ausschreiben.

Eine umfangreiche Übersicht über Praktikumsbörsen, Vermittlungsprogrammen und vielen weiteren Informationen bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst.

  • Sie müssen an der WHZ immatrikuliert sein. Möchten Sie nach Ihrem Studienabschluss ein Auslandspraktikum absolvieren und dafür eine ERASMUS- Förderung erhalten, muss dies schriftlich formlos vor Ihrem Studienabschluss angezeigt werden.
  • Sie müssen das erste Studienjahr absolviert haben. (Ausnahme Masterstudium)
  • Es muss ein inhaltlicher Bezug der Praktika, egal ob Pflicht- und freiwilliges Praktikum, zum Studium gegeben sein.
  • Das Praktikum muss in einem förderfähigen Praktikumsland absolviert werden.
  • Das Praktikum ist als Vollzeitpraktikum zu absolvieren.
  • Es muss bereits die aufnehmende Praktikumseinrichtung feststehen und eine Praktikumsvereinbarung ("Learning Agreement - Student Mobility for Traineeships") vorliegen. Sie können dies unter im Download-Bereich des International Office herunterladen.
  • Es darf keine Doppelförderung durch die EU erfolgen, ein paralleler Bezug eines EU-Stipendiums ist nicht möglich.

Ja, die Mindestdauer des Praktikums beträgt 2 Fördermonate (60 Tage ohne An- und Abreise), die Höchstdauer 12 Fördermonate (360 Tage).

Die Bewerbung für den ERASMUS- Mobilitätszuschuss muss einen Monat vor Praktikumsbeginn eingegangen sein. Beachten Sie, dass zu diesem Zeitpunkt die Praktikumseinrichtung bereits feststehen und eine unterschriebene Praktikumsvereinbarung vorliegen muss.

Studierende der Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation bewerben sich über das Leonardo-Büro Sachsen. Bitte beachten Sie die dort angegebenen Hinweise zur Bewerbung, da dieses vom Verfahren an der WHZ abweicht.

 

Studierende aller anderen Fakultäten bewerben sich über das Bewerberportal der WHZ. Nehmen Sie am besten vorher Kontakt mit dem Career Service auf. Die jeweils aktuelle Fassung der Praktikumsvereinbarung (Learning Agreement - Student Mobility for Traineeships) erhalten sie im Download-Bereich des International Office. Bei der Bewerbung um den ERASMUS- Mobilitätszuschuss sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Praktikumsvereinbarung (Learning Agreement - Student Mobility for Traineeships, Abschnitt 1):
    • bitte am Computer ausfüllen
    • Unterzeichner: Praktikant/in, Hochschule (Fakultät), Praktikumseinrichtung
    • digital als Scan im Bewerberportal hochladen
  • Immatrikulationsbescheinigung

Das International Office / der Career Service prüft die Vollständigkeit Ihrer Bewerbung. Liegt eine vollständige Bewerbung vor, wird die Vereinbarung über eine ERASMUS+ Förderung ("Grant Agreement")  vorbereitet und Ihnen zugesandt.

Erfahrungsberichte von Studierenden, die bereits im Ausland waren, finden Sie hier.

Vor dem Auslandspraktikum

Für die Suche einer geeigneten Unterkunft im Gastland sind Sie selbst verantwortlich. Das International Office / der Career Service kann leider keine Wohnungen in den Gastländern vermitteln. 

Es empfiehlt sich, auch bei der Praktikumseinrichtung nach Unterstützung bei der Wohnungssuche anzufragen. Einige Praktikumseinrichtungen stellen die Unterkunft.

Seien Sie vorsichtig, wenn Vermieter, welche Sie ohne die Vermittlung der Praktikumseinrichtung oder einer Ihnen bekannten Person vor Ort ausgewählt haben, im Voraus eine Kaution verlangen.

Ihre Krankenversicherung bietet mit der Europäischen Krankenversicherungskarte im Allgemeinen auch für den Aufenthalt in einem anderen EU-Land einen Grundversicherungsschutz. Die Abdeckung durch die Europäische Krankenversicherungskarte oder eine private Versicherung ist jedoch möglicherweise unzureichend, insbesondere, wenn ein Rücktransport oder besondere medizinische Eingriffe vonnöten sind. Für solche Fälle kann eine ergänzende private Versicherung sinnvoll sein.

Eine Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Sie während des Auslandsaufenthaltes verursachen (unabhängig davon, ob Sie sich sich dabei bei der Arbeit befindet oder nicht). In den einzelnen Ländern, die sich an transnationaler Lernmobilität für Praktika beteiligen, gelten unterschiedliche Haftpflichtregelungen. Praktikanten laufen daher Gefahr, nicht abgedeckt zu sein. Es muss daher ein Haftpflichtversicherungsschutz bestehten, der obligatorisch mindestens Schäden abdeckt, die der Teilnehmer am Arbeitsplatz verursacht.

Die Unfallversicherung deckt Schäden zulasten von Mitarbeitern durch Arbeitsunfälle ab. In vielen Ländern sind Mitarbeiter bei Arbeitsunfällen versichert. Der Umfang, in dem transnationale Praktikanten durch dieselbe Versicherung abgedeckt sind, kann sich jedoch in den einzelnen Ländern unterscheiden, die sich an Programmen der transnationalen Lernmobilität beteiligen. Es wird daher der Abschluss einer solchen Versicherung empfohlen.

Es besteht die Möglichkeit, auf eigene Kosten an der Gruppenversicherung des DAAD teilzunehmen. Kranken-/Unfall- und Haftpflichtversicherung sind inbegriffen. Nähere Auskünfte erhält der Teilnehmer beim DAAD, Versicherungsstelle, Tel.: 0228/882-294 oder auf der Homepage des DAAD.

Während des Auslandspraktikums

Ja, dies ist grundsätzlich im Rahmen Ihres ERASMUS+ Zeitkontingents möglich.

Allerdings muss das Praktikum mindestens 60 Tage andauern. Beenden Sie das Praktikum vor Ablauf der Minimaldauer, müssen Sie den gesamten Mobilitätszuschuss zurückzahlen. Bitte teilen Sie uns sich abzeichnende Verkürzungen der Praktikumsdauer umgehend mit.

Eine Verlängerung der ERASMUS- Förderung ist jedoch nur vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Mittel möglich, andernfalls ohne eine weitere finanzielle Förderung ("zero grant"). Wenn Sie Ihren Aufenthalt verlängern möchten, dann geben Sie uns dies bitte formlos (per Email) bis spätesten 1 Monat vor dem ursprünglichen Praktikumsende schriftlich bekannt. 

Ja, Ihnen kann ortsüblicher Urlaub gewährt werden.

Lassen Sie sich Ihr Praktikum mit dem Praktikumszeugnis durch die Praktikumseinrichtung bestätigen. Nutzen Sie hierfür das Learning Angreement - Student Mobility für Traineeships, Abschnitt 3. Dieses müssen Sie im Original beim Career Service einreichen (ein Scan genügt nicht).

Nach dem Auslandspraktikum

Nach Beendigung Ihres Auslandspraktikums reichen Sie uns bitte das von der Praktikumseinrichtung ausgestellte Praktikumszeugnis (Learning Agreement Student Mobility for Traineeships, Abschnitt 3) im Original sowie einen frei formulierten Erfahrungsbericht (Umfang ca. drei DINA4-Seiten) über Ihre Erlebnisse während Ihres Auslandsaufenthaltes ein. Er sollte folgende Punkte umfassen:

  • Vorbereitung (Planung, Organisation und Bewerbung bei der Praktikumseinrichtung),
  • Unterkunft (Planung, Organisation, Qualität, Bewertung),
  • Praktikum: Aufgabenumfang, Betreuung in der Einrichtung, usw.
  • Alltag und Freizeit und
  • Fazit (beste und schlechteste Erfahrung)

Grundsätzlich ist die Anerkennung des Auslandspraktikums als Pflichtpraktikum möglich. Berücksichtigen Sie dafür die Hinweise zu Pflichtpraktika unter Anerkennung von Studienleistungen.

Bei Praktika, welche im Rahmen von ERASMUS+ gefördert werden, wird die Anerkennung zudem in der Praktikumsvereinbarung  (Learning Agreement - Student Mobility for Traineeships, Abschnitt 1) festgehalten und durch die Ansprechpartner der jeweiligen Fakultät bestätigt.

Lassen Sie sich am Ende des Praktikums den Praktikumsaufenthalt durch die Praktikumseinrichtung bestätigen (Abschnitt 3 des Learning Angreement - Student Mobilitiy for Traineeships).

Mobilitätszuschuss

Mit dem Voliegen des Praktikumsvertrages und des Grant Agreement (Fördervereinbarung) sind die Voraussetzungen für die Auszahlung der ersten Teilrate gegeben. Diese wird, sofern die Unterlagen rechtzeitig vorliegen, zum Praktikumsbeginn ausgezahlt.

ERASMUS mit Kind
Studierende, die ihre Kinder mit ins Ausland nehmen, können neben dem regulären Mobilitätszuschuss Sondermittel beantragen.

Voraussetzung für die Auszahlung ist ein gesonderter Antrag bis spätestens zwei Monate vor Antritt des Auslandsaufenthalts.

Studierende mit Kind können, unabhängig von der Anzahl der Kinder, bei der NA DAAD eine monatliche Pauschale (200 EUR) beantragen. Informationen dazu finden Sie hier.

Weitere Informationen:

ERASMUS mit Behinderung

Studierende, die einen Grad der Behinderung von mindestens 50% nachweisen, können im Akademischen Auslandsamt einen Antrag auf Sonderförderung stellen. Der Zuschuss errechnet sich aus durch den Auslandsaufenthalt bedingten Mehrkosten, die nationale Stellen (Krankenkassen, Sozialämter etc.) nicht finanzieren.

Weitere Informationen zur Sonderförderung für Studierende mit Behinderung finden Sie auf dieser Seite.

Informationen zu behindertengerechten Hochschulen: www.european-agency.org

Sie können für die Zeit im Ausland zusätzlich Auslands-BAföG beim dafür zuständigen Amt beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bafoeg.bmbf.de/de/441.php.

Ja, die ERASMUS- Förderung wird unabhängig von der Praktikumsvergütung gewährt.