Forschungsprojekt eBus Skorpion

Seit Januar 2014 wird an der Westsächsischen Hochschule Zwickau von einem Team des Instituts für Energie und Verkehr der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik im Rahmen eines im Schaufenster Elektromobilität geförderten Projektes ein automatisiertes Andrahtsystem für Trolleybusse (Oberleitungsbusse) entwickelt Ein derartiges System wird benötigt, um im Zusammenwirken mit einem kleinen Batteriespeicher eine begrenzte Fahrstrecke zwischen 5 und 20 km auch ohne Oberleitung zu ermöglichen. Dieses Prinzip, auch partielle Oberleitung genannt, macht den Einsatz von Trolleybussen im Vergleich zu bestehenden Systemen wesentlich flexibler. Voraussetzung ist jedoch, dass die Stromabnehmer nicht jedes Mal, wenn ein neuer Oberleitungsabschnitt beginnt, wie bisher von Hand bzw. halbautomatisch mit Hilfe von sog. Eindrahttrichtern „angefädelt“ werden müssen.

Für ein automatisiertes Andrahten gab es bisher noch keine Lösung, weil das „Anfädeln“ der zwei etwa drei Zentimeter breiten Stromabnehmerköpfe an die beiden im Durchmesser nur einen Zentimeter starken Oberleitungen in mehr als fünf Metern Höhe eine besondere technische Herausforderung darstellt.

Die Versuche mit dem von der WHZ entwickelten Prototyp eines automatisierten Andrahtsystems sind vielversprechend.
Im November 2015 gelang es mit dem auf einem Versuchsfahrzeug montierten Prototyp in dem Städtchen Eberswalde in Brandenburg erstmalig an einer Oberleitung vollautomatisiert anzudrahten.

Video: erste Tests in Eberswalde