IbalSoft

Integration bausteinbasierter Lerneinheiten mit Anbindung kommerzieller Software in

Aufgabe

Bausteinbasierte Lerneinheiten sind granulare Lernmodule, die so aufbereitet sind, dass sie für verschiedene Ausbildungsrichtungen und in verschiedenen Abschnitten während der Ausbildung integrierbar sind. Sie verfügen über unterschiedliche Granularität und können damit sowohl Grundlagenwissen als auch Spezialisierungswissen beinhalten. Durch wiederholten und translationalen Einsatz tragen sie zu einer Erhöhung der Qualität in der Ausbildung bei und steigern die Kommunikation der Lehrenden verschiedener Einrichtungen sowie zwischen Lehrenden und Studierenden.

Das unter der Leitung von Prof. Anke Häber stehende Projekt, das von der ESF seit August 2009 gefördert wird und eine Laufzeit bis März 2011 hat, verfolgt das Ziel, die an allen Hochschulen Sachsens genutzte Lernplattform OPAL um bestimmte Mechanismen zu erweitern, um damit den gezielten Austausch von Lernmaterialien und eine einfachere  Zusammenstellung von Lerneinheiten zu ganzen Kursen zu ermöglichen.

Ein Ziel des Projektes ist, Lehr-Content aus dem Anwendungsbereich Integrierte Versorgung/ eHealth sowie dazu durchführbare Praktika zu entwickeln und in OPAL in Form modularer Lernbausteine abzulegen. Die Bausteine können genutzt werden, um verschiedene Lernveranstaltungen und Curricula zu konzipieren, und sollen im Weiteren den Austausch von Lehrmaterialien unter den Lehrenden fördern.

Ergebnisse

Die im Projekt bisher erreichten Ergebnisse sind vor allem konzeptioneller Natur. Neben der Ermittlung von Anforderungen an Lernbausteine inkl. rechtlicher Recherche wurden die Softwareprodukte analysiert und getestet. Viele der an Lernbausteine gestellten Anforderungen beziehen sich auf die Metainformationen zu den Bausteinen. Darüber hinaus sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt einige Funktionalitäten erkennbar, die in OPAL zur Verwaltung der Lehrbausteine realisiert werden müssen.

Diese beinhalten unter anderem die Funktion zur Eingabe der Lernbausteine und zum Hinzufügen von Metainformationen, die vollständige Durchsuchbarkeit und Verwendung der Lernbausteine. Auch die Betrachtung der Rechtsfragen in Verbindung mit e-Learning konnten bereits geklärt werden. Erste Praktikumsinhalte wurden mit Studierenden der WHZ evaluiert.

Hinsichtlich der Bereitstellung der Softwareprodukte über OPAL wurde ein Schnittstellenkonzept erarbeitet, in dem die Anforderungen an die Schnittstelle seitens OPAL und die Anforderungen an das zu entwickelnde Softwareprodukt zur Bereitstellung der Anwendungssysteme hinterlegt sind. Bei der Recherche für die Softwarebereitstellung konnte ermittelt werden, dass gerade Anwendungs- und Desktopvirtualisierung für die Anwendungsfälle für das Projekt IbalSoft geeignet sind. Da beide Technologien unterschiedliche Ansätze der Umsetzung verfolgen und die Anwendungssysteme bzw. Curricula unterschiedliche Ansprüche an die Umgebung stellen, wurde für jedes Anwendungssystem geprüft, welche Technologie sich bestmöglich für eine Umsetzung anbietet.

Um anderen Hochschulen die Softwareprodukte zugänglich machen zu können, ist es erforderlich, im Rahmen des Projektes ein Competence Center mit Finanzierungs- und Lizensierungskonzept zu planen.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Anke Häber