MDSD

Situation

Seit mehr als drei Jahrzehnten werden enorme Anstrengungen in Forschung und Entwicklung unternommen, um die Kosten von Softwareentwicklung zu reduzieren. Die Object Management Group (OMG) propagiert eine Vorgehensweise zur rationellen, teilautomatisierten Softwareentwicklung auf der Basis formaler UML-Spezifikationen, die so genannte Model-Driven Architecture (MDA). Der im vorliegenden Projekt verwendete Ansatz (MDSD– Model-Driven Software Development) zielt auf die Bereitstellung von praktisch einsetzbaren Komponenten für den Softwareentwicklungsprozess.

Aufgabe

Ziel des Vorhabens war die Etablierung und Weiterentwicklung des MDSD-Vorgehensmodells für die Entwicklung von Software für verschiedene Anwendungsbereiche. Im Rahmen des Vorhabens wurde die MDSD-Vorgehensweise in realen Projekten mittelständischer Unternehmen weiterentwickelt.

Ergebnisse

Der im vorliegenden Projekt geschaffene GeneSEZ-Ansatz zur modellgetriebenen wurde  um qualifizierte Assoziationen erweitert sowie um die Unterstützung für ein dynamisches Datenmodell, um Datenmodelldefinitionen aus einem UML-Modell heraus generieren zu können.

Ebenfalls in diesem Zeitraum wurde eine Statistik-Komponente für GeneSEZ geschaffen, die den Anteil von manuellem und generiertem Code zählen sowie die Ergebnisse grafisch aufbereiten kann. Somit wird die Aussagefähigkeit zur Eignung von GeneSEZ gegenüber Entscheidern deutlich erhöht.

Mitte 2009 wurden schließlich noch plattformunabhängige Modelltransformationen (Modell-zu-Modell) zur automatischen Bestimmung von Use-Dependencies sowie zur Realisierung von Operationen aus Schnittstellen, die in Klassen implementiert werden müssen, dem GeneSEZ-Ansatz hinzugefügt, der auch in Zukunft immer weiter zu einem umfassenden Framework zur Unterstützung modellgetriebener Entwicklungsprozesse ausgebaut wird.

Ansprechpartner

Prof. Dr. W. Golubski
Prof. Dr. G. Beier

gefördert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung