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Experten diskutieren Perspektiven zur Fachkräftesicherung

Mehr als 100 Experten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Bildung diskutierten am 17. September an der Westsächsischen Hochschule Zwickau über Strategien zur Fachkräftesicherung in der Wissenschaftsregion Chemnitz.

Welche Perspektiven und gegenseitigen Erwartungen im Wettbewerb um Hochschulabsolventen gibt es in der Wissenschaftsregion Chemnitz? In welchen Branchen ist der Fachkräftemangel besonders hoch? Welche Anforderungen haben Absolventen an ihren späteren Arbeitgeber? Über diese und viele weitere Fragen diskutierten am 17. September mehr als 100 Experten bei der Regionalkonferenz zum Thema Fachkräftesicherung an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ).

Zu wenig Frauen im MINT-Bereich
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Simone Raatz. Die Bundestagsabgeordnete und Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung mahnte in ihrem Grußwort an, dass sich nach wie vor zu wenig junge Frauen und Mädchen für den sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) interessieren. Um diesem Problem entgegenzuwirken, müssten Mädchen schon sehr viel früher als bisher an diese Bereiche herangeführt werden. Dafür sei eine verstärkte Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen wichtig.

Erste Konferenz diese Art
In den folgenden Fachvorträgen legte Gastgeber Prof. Gunter Krautheim, Rektor der WHZ, zunächst dar, wie ein gut funktionierender Wissenstransfer zur Nachwuchskräftesicherung beitragen kann. Prof. Dr. Michael Behr von Westsächsische Hochschule Zwickau erläuterte, mit welchen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt die Region zu rechnen habe und wie man am besten darauf reagieren kann. Über Erfolgsfaktoren der Personalarbeit und attraktive Beschäftigungsmodelle referierten Ralf Hiltenkamp, Vorstand Personal der Envia Mitteldeutsche Energie AG, und Dipl.-Betriebsw. Simone Illing, Personalleiterin der Heckert GmbH Chemnitz. Darüber, welche Erwartungen Hochschulabsolventen an ihren zukünftigen Arbeitgeber haben, berichteten Prof. Angela Walter, WHZ, und Prof. Peter Pawlowsky, Technische Universität Chemnitz, die an ihren Einrichtungen entsprechende Absolventen- und Studentenbefragungen durchgeführt haben. Abschließend stellten die WHZ-Professoren Uta Kirschten und Christian-A. Schumann den Prototyp eines Kompetenzportals vor, das es Arbeitsgebern künftig erleichtern soll, einzuschätzen, über welche spezifischen Kompetenzen Absolventen bestimmter Studiengänge verfügen.

Die Konferenz wurde erstmals gemeinsam von der IHK Chemnitz, den Hochschulen der Region, regionalen Arbeitsagenturen, der HWK Chemnitz sowie der Freien Presse veranstaltet.