Fachgruppe Gebärdensprachdolmetschen

Als junge Forschungsdisziplin ist die Verortung des Gebärdensprachdolmetschens in der allgemeinen und angewandten Translationswissenschaft noch in den Grundzügen begriffen. Schwerpunkte der Arbeit in der Fachgruppe Gebärdensprachdolmetschen bilden daher zum einen die Erforschung des Dolmetschprozesses selbst sowie die Deutsche Gebärdensprache (DGS).

Schwerpunkt der Fachgruppe ist daher die methodisch-didaktische Weiterentwicklung des Dolmetschunterrichts. In enger Kooperation mit regionalen Einrichtungen (Horch-Museum Zwickau, SAEK, Altes Gasometer Zwickau, u. a.) entwickelt die Fachgruppe neue Methoden zur Vermittlung und Erprobung von Dolmetschkompetenzen, die fortlaufend reflektiert und wissenschaftlich evaluiert werden. Diese Arbeit wird beeinflusst durch die nationale und internationale Orientierung des Studiengangs durch die Mitarbeit in der Entwicklung eines Europäischen Dolmetschcurriculums, die Nutzung internetbasierter Lernformen (Videokonferenzen) und der Organisation von Fachtagungen.

Die Strukturbeschreibung der Deutschen Gebärdensprachen (DGS) als eine der Voraussetzungen ihrer Didaktisierung ist nach wie vor lückenhaft. Gebärdensprachlehre wird deshalb auf lange Sicht auf die Ergebnisse der linguistischen Grundlagenforschung angewiesen bleiben. Dies umfasst auch die Erforschung regionaler Dialekte. Als einziger Hochschulstandort mit Gebärdensprachbezug in Sachsen liegt ein Schwerpunkt der Fachgruppe bei der Dokumentation, Archivierung und Analyse des sächsischen DGS-Dialekts.

Foto: hintere Reihe v.l.n.r.: Thomas Temming, Prof. Rachel Rosenstock, Sandra Köchy, Pia Steinbach; vordere Reihe v.l.n.r.: Ina Bujack, Ines Schütte, Sylvia Schulze, Andra Heinz

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