Der Studiengang Musikinstrumentenbau Markneukirchen verbindet kunsthandwerkliche Instrumentenbautradition mit modernen wissenschaftlichen Arbeits- und Forschungsmethoden zu einem effizienten und praxisorientierten Studium. In einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla befinden sich hochwertig ausgestattete Werkstätten, moderne Labor- und Seminarräume, akustische Messplätze und eine umfangreiche Fachbibliothek.

Das Studium bietet Unterricht in musikalischer Akustik, technischer Mechanik, Material- und Werkstoffkunde, Musik- und Musikinstrumentengeschichte sowie Gestaltungslehre, Holzbildhauer- und Restaurierungstechniken in Theorie und Praxis. Vermittelt werden Kenntnisse und Fertigkeiten, die zum Entwurf und Bau von hochwertigen, künstlerisch gestalteten Instrumenten befähigen.

In der Studienrichtung Zupfinstrumentenbau stehen zu Beginn klassische Gitarrenmodelle in deutscher und spanischer Bauweise im Mittelpunkt der Arbeiten, in höheren Semestern darüber hinaus die Beschäftigung mit historischen Zupfinstrumenten der Lauten- und Gitarrenfamilie. Im Rahmen von Projekt- und Forschungsarbeiten können wahlweise Themen auf dem Gebiet des experimentellen Zupfinstrumentenbaus, des Stahlsaiten- und Bassgitarrenbaus u.a. bearbeitet werden.

In der Studienrichtung Streichinstrumentenbau bilden Violine, Viola und Violoncello den Studienmittelpunkt, wobei die Modelle sowohl nach klassischen Vorbildern als auch nach eigenen Entwürfen gefertigt werden. Das fortgeschrittene Studium ermöglicht darüber hinaus die Beschäftigung mit historischen Streichinstrumenten der Viola-da-braccio- und der Viola-da-gamba-Familie. Es werden Module zu Bogenbau und -reparatur, sowie zur Restaurierung von Streichinstrumenten angeboten.

AbschlussBachelor of Arts (B.A.)
Profile/Schwerpunkte
  • Streichinstrumentenbau
  • Zupfinstrumentenbau
StudienformVollzeitstudium
StudienbeginnWintersemester
Dauer / ECTS-Punkte8 Semester / 240 ECTS
Zugangsvoraussetzungen
  • Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife, Aufstiegsqualifikation, erfolgreiche Zugangsprüfung, u.a.)
  • Im Ausnahmefall kann bei besonderer Begabung vom Abitur und vom Nachweis der Fachhochschulreife abgesehen werden
  • Nachweis einer besonderen studiengangsbezogenen Eignung
  • Nachweis einer praktischen Tätigkeit auf dem Gebiet des Musikinstrumentenbaus
  • Fachspezifische Gesellenprüfung (Geigenbauer, Zupfinstrumentenbauer)
  • Im Ausnahmefall kann eine Studienaufnahme ohne vorliegende Gesellenprüfung erfolgen, wenn der Bewerber eine mindestens zweijährige Tätigkeit im Instrumentenbauerhandwerk nachweisen kann oder über eine abgeschlossene Ausbildung in einem handwerklichen Beruf verfügt und eine mehrjährige nebenberufliche Tätigkeit auf instrumentenbaulichem Gebiet ausgeübt hat. In beiden Fällen sind Arbeitsproben vorzulegen.
  • bestandene Eingungsprüfung
ZulassungsbeschränkungEignungsprüfung
Gebührenkeine
Akkreditierungbis 3/2019

Den detaillierten Studienablaufplan, die Modulliste sowie Studien- und Prüfungsordnungen finden Sie in der Modulux-Datenbank der Westsächsischen Hochschule Zwickau.

Zur Modulux-Datenbank

Die Absolventen arbeiten freiberuflich oder als Angestellte in Werkstätten, mittelständigen Unternehmen oder Industriebetrieben. Sie können außerdem in Lehre und Ausbildung von Musikinstrumentenbauern, Restauratoren, Musikpädagogen und Musikern tätig sein. Ein weiteres Aufgabenfeld eröffnet sich im Management des Musikinstrumentenhandels und -vertriebes.

Das sagen Studierende und Alumni

Bitte beachten Sie, dass beim aktivieren des Videos Cookies auf Ihren Gerät gespeichert und Daten an den jeweiligen Anbieter übermittelt werden.