Projektbeschreibung

ProfiZ

Was sind die bestehenden Herausforderungen der Hochschule?
Die WHZ ist in der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt Zwickau fest verwurzelt. Unter dem Leitbild „Hochschule für Mobilität“ bieten sich Studierenden und Forschenden aufgrund verschmelzender Disziplinen vielfältige Wissenschaftsfelder, die noch zu wenig in die Öffentlichkeit transportiert wurden. Westsachsen verzeichnet einen kontinuierlichen Rückgang des Anteils junger Menschen. Zeitgleich gewinnen angrenzende sächsische Wirtschaftsmetropolen an Attraktivität. Trotz positiver wirtschaftlicher Entwicklung Westsachsens ist der anhaltende Fachkräftemangel deutlich spürbar. In ausgewählten Fachgebieten stehen Arbeitgeber der Wirtschaft zudem in starker Konkurrenz. Bis 2026 wird ein Drittel der Professorenstellen altersbedingt frei.

Mit welcher Zielsetzung befasst Sie sich das Projekt?
„Professor*in in Zwickau? – Will ich werden!“ Diese klare Imageaufwertung einer Fachhochschulprofessur an der Westsächsischen Hochschule Zwickau wollen wir erreichen.

Wie sehen unsere zentralen Ziele und Ideen aus und warum haben wir uns dafür entschieden?
Im Vordergrund steht die Schärfung des Leitbildes der WHZ. Schwerpunkte sind die Konzepterstellung zur Förderung des Nachwuchses und die gezielte Vernetzung bestehender Prozesse in Forschung und Lehre. Etablierte Qualifizierungsangebote werden vereinigt und stetig angepasst. Die WHZ zählt zu den forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. Dennoch gibt es attraktivitätsmindernde Faktoren. Wir müssen die Prozesse der Gewinnung und Entwicklung von Professor*innen optimieren. Diese gesetzten Ziele spiegeln den hochschulspezifischen Bedarf wider und werden nur durch Wirkung ihrer Gesamtheit nachhaltige Veränderungen bewirken. Durch die Einbindung des Hochschulpersonals werden Mitarbeiter*innen zu Mitwirkenden. Die Zielstellungen der Beteiligten sind abgestimmt und bilden zusammengeführt eine Gemeinschaftslösung. Die Hochschule als Bildungsstandort ist wichtig! Die Wirtschaft braucht sie und das wiederum bedingt unser gesellschaftliches Leben.

Was glauben wir, was unser Projekt so besonders macht?
Die Ziele werden durch ein umfassendes Konzept aus wissenschaftlicher Begleitung, inhaltlicher Schärfung und organsisatorischer Verbesserung erreicht. Es wird auf bestehenden Werten und Bedürfnissen aufgebaut und vor allen steht die Praktikabilität, die Beteiligung der Nachwuchsforscher und die Außendarstellung im Vordergrund.

Welche Maßnahmen wollen wir umsetzen, um künftig mehr Personal zu gewinnen und Professorinnen- und Professorenstellen leichter zu besetzen?
Grundsätzlich orientieren sich alle Maßnahmen an den übergeordneten Zielen:
"Wahrnehmen, Kommen & Bleiben, Entwickeln"

  • Erhöhung des Bekanntheitsgrades der WHZ durch Social-Media-Strategien
  • Einsatz multimedialer Kommunikationsmittel z.B. Videos über die Arbeit erfolgreicher Professor*innen
  • Neukonzeption des Einstellungs- und Integrationsprozesses
  • Digitalisierung von Personalprozessen und Einführung eines webbasierten Berufungsportals 
  • Aufbau eines Pools für wissenschaftliche Nachwuchstalente 
  • Ausbau des Alumni-Netzwerkes in Wissenschaft und Wirtschaft sowie Netzwerkschaffung für den Austausch der Promovenden 

Wir haben darauf geachtet, dass an der WHZ ein nachhaltiges Konzept mit eigen entwickelten Maßnahmen entsteht. Mit Hilfe einer zukunftsfähigen wissenschaftlichen Profilierung und einer geschärften Imagebildung stellt es die Stärken der WHZ heraus. Es widmet sich den zu berufenden Professor*innen und den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Durch gezielten Ausbau bestehender Netzwerke und einen verstärkten Wissenschafts- und Technologietransfer können Kandidat*innen identifiziert und gewonnen werden. Eine langfristige Betreuung des akademischen Nachwuchses von Absolventen*innen bis zur Besetzung einer Professur wird gefördert. Neben den allgemein Berufungsvoraussetzungen und fachlichen Know-how stehen Lehr- und Forschungskompetenzen im Mittelpunkt. Daraus resultieren Chancen zur Schaffung von Lehr- und Forschungsinnovationen. Dabei führt die eigene Qualität in Forschung und Lehre zur direkten Motivation, Bindung und Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses.