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Rasmussen-Preisverleihung 2016

Wie auch in den vergangenen Jahren so wurde am 09.12.2016 zur Feierlichen Exmatrikulation der Studenten unserer Fakultät wieder der mit 500 Euro dotierte Rasmussen-Preis vergeben.
In diesem Jahr erhielt Dipl.-Ing. (FH) Martin Passauer den Preis für seine Diplomarbeit zum Thema „Untersuchung der Prozesseinflussgrößen im Tailored Fiber Placement (TFP)-Verfahren auf die Preformqualität für Faser-Kunststoff-Verbundbauteile“.
Das Thema wurde seitens der WHZ von Herrn Prof. Dr.-Ing. Thomas Horst als Erstbetreuer betreut, Auftraggeber war das Leibnitz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V.
Mit dem Ziel einer Reduktion insbesondere bewegter Massen werden klassische Konstruktionswerkstoffe zunehmend durch Alternativen wie Faser-Kunststoff-Verbunde ersetzt, ohne dass dabei das eingesparte Gewicht zu einer Verringerung der Festigkeit oder Steifigkeit führt. Die Voraussetzung dafür ist eine beanspruchungsgerechte Ausrichtung der Verstärkungsfasern und somit die Ausnutzung der anisotropen Fasereigenschaften. Das Tailored Fiber Placement (TFP)-Verfahren zur Herstellung von textilen Preforms ermöglicht eine solche variabel-axiale Ablage der Verstärkungsfasern durch Aufsticken von Faserbündeln (Rovings) auf ein Trägermaterial und führt zu einer konsequenten Ausnutzung der anisotropen Eigenschaften der Fasern. Die Anforderungen an die Ablagegenauigkeit der Rovings sind beim TFP-Verfahren sehr hoch, da bereits geringe Abweichungen zwischen der Faserorientierung und der Richtung der angreifenden Last die mechanischen Eigenschaften des Bauteils deutlich negativ beeinträchtigen. Das Ziel der Arbeit von Herrn Passauer bestand in der qualitativen und quantitativen Analyse der Stichpositionen und der Ablagegenauigkeit von gestickten Rovings anhand eines vorgegebenen Testmusters mit unterschiedlichen geometrischen Details. Aufbauend auf dieser Analyse wurden verschiedene Einflussgrößen systematisch klassifiziert und bewertet und ein entsprechender Korrekturalgorithmus zur Verringerung der Positionsabweichungen entwickelt, bei dem unterschiedliche Geometrieelemente des Musters unterschiedlich stark korrigiert werden. Dessen Anwendung führte zu einer deutlichen Verbesserung der Rovingpositionierung. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden weiterhin bei der Anpassung einer Preform für ein Mittelsegment eines TFP-CFK-Leichtbaubogens auf ein selbst entwickeltes Fertigungs- und Werkzeugkonzept umgesetzt.
Herr Passauer zeigte in seiner sowohl quantitativ als auch qualitativ äußerst hochwertigen Bearbeitung der Aufgabenstellung, wie mit Methoden der geometrischen Messtechnik und einer softwareseitigen Bildanalyse systematisch Einflussfaktoren und Grenzen des TFP-Verfahrens untersucht werden können, um daraus gezielte Korrekturmaßnahmen abzuleiten. Die Entwicklung und Umsetzung eines Werkzeugkonzepts unter Berücksichtigung unterschiedlicher konstruktions-, werkstoff- und fertigungsseitiger Randbedingungen verdeutlicht zudem eine ganzheitliche Herangehensweise, die ihn als Ingenieur auszeichnet.

Rasmussen-Preis 2015

Am 11. Dezember 2015 wurde zur Exmatrikulationsfeier wieder der Rasmussen-Preis verliehen. 2015 heißt der Preisträger Patrick Beer.

Das Thema der Diplomarbeit von Herrn Dipl.-Ing. (FH) Patrick Beer „Optimierung des Fügeprozesses zur Fixierung gefalzter Aluminiumbleche im Karosseriebau“ wurde von ihm mit herausragender Einsatzbereitschaft und zielstrebigem Engagement auf hohem wissenschaftlich fundierten Niveau bearbeitet und mit positivem Ergebnis abgeschlossen.

Die Arbeit wurde von Prof. Dr.-Ing. M. Kolbe gemeinsam mit Herrn Dr.-Ing. habil. Ch. Rupprecht betreut. Der industrielle Auftraggeber war die Volkswagen Sachsen GmbH, was den regionalen Bezug herstellt.

Im Ergebnis der Voruntersuchungen, Analysen und Recherchen leitete Herr Beer zielgerichtet auf drei Fixierkonzepte hin, die er theoretisch und praktisch durchgeführt und bewertet hat. Die daraus abgeleitete Variantenauswahl ist einfach nachvollziehbar, sachlich und wissenschaftlich untersetzt und detailliert begründet. Von besonderem unternehmerischem Interesse stellt sich die Variante 2 seines Untersuchungsansatzes mittels Mikroformschluss als Versuchseinrichtung mit Rändelwerkzeug dar. Das spiegelt ein hohes Maß an Kreativität und zielorientiertem Denken des Kandidaten wider. Besonders anerkennenswert ist, dass auf Grundlage seiner Überlegungen und Untersuchungen eine Patentschrift erarbeitet und eingereicht wurde.

Von hoher Wichtigkeit für den Auftraggeber ist es, dass ein erarbeitetes Konzept auch für den Serienprozess umsetzbar ist. Die zuvor präferierte Konzeptvariante 2, die Oberflächenprofilierung, wurde zusätzlich mit Ideen zu einer Werkzeuggestaltung praxisorientiert aufgewertet. Kritisch im Umsetzungsanspruch und zugleich mit positivem Ansatz stellte Herr Beer das Durchsetzfügen dar.

Mit der vorgelegten Arbeit hat Herr Beer eindrucksvoll nachgewiesen, dass er anspruchsvolle komplexe Aufgabenstellungen selbständig und in hoher Qualität lösen kann. Erwähnenswert ist seine Fähigkeit, technologische Probleme zu erfassen und in konkrete Lösungen unter wirtschaftlicher Betrachtung umzusetzen. Die konsequente und systematische Vorgehensweise im gesamten Analyse- und Lösungsfindungsprozess beeindruckt und führt zielgerichtet zu praktikablen Lösungsansätzen.

Rasmussen-Preis 2014

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Christian MothesThema:Untersuchungen zur Eignung der Ultraschall-Rückstreuung als produktionsbegleitender Prozess zur Qualitätskontrolle randschichtgehärteter Bauteile

Erstbetreuer: Prof. Dr.-Ing. habil. Silke Mücklich/WHZ
weitere Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Thomas Horst/WHZ
Bezeichnung der Einrichtung: Volkswagen Sachsen GmbH, Motorenwerk Chemnitz
Prof. Dr.-Ing. Matthias Kolbe (r.) vom Institut für Produktionstechnik der WHZ überreicht Dipl.-Ing. Christian Mothes den Rasmussen-Preis 2014. Foto: Bernd Mast (KFT)

Am 12. Dezember wurde Dipl.-Ing. Christian Mothes für seine Diplomarbeit im Bereich Produktionstechnik mit dem Rasmussen-Preis ausgezeichnet. Seine Arbeit beschäftigt sich mit dem Verfahren der Ultraschall-Rückstreuung als Qualitätskontrolle im Produktionsprozess.

Im Rahmen der Exmatrikulationsfeier der Fakultäten Automobil- und Maschinenbau sowie Kraftfahrzeugtechnik verliehen das Institut für Produktionstechnik (IfP) und der Verein zur Förderung der Fakultät Automobil- und Maschinenbau an der Westsächsischen Hochschule Zwickau e. V. am 12. Dezember 2014 den Rasmussen-Preis für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich der Produktionstechnik. Erhalten hat die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung der ehemalige Maschinenbaustudent, Dipl.-Ing. Christian Mothes, für seine Diplomarbeit zum Thema: „Untersuchungen zur Eignung der Ultraschall-Rückstreuung als produktionsbegleitender Prozess zur Qualitätskontrolle randschichtgehärteter Bauteile“.

Ziel der Arbeit war die Überprüfung der Einsatzfähigkeit eines zerstörungsfreien Prüfverfahrens als Routineverfahren im Produktionsprozess. Ein solches Verfahren stellt beispielsweise die von Christian Mothes untersuchte Ultraschall-Rückstreuung dar, bei der die Randhärtetiefe von Stahlwerkstoffen untersucht werden kann. Die im Rahmen der Arbeit gewonnenen Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise für die Umsetzung zerstörungsfreier Prüftechnik in der Fertigungstechnik zur Herstellung von Kurbelwellen.

„Die Arbeit ist aus mehreren Gründen herausragend und preiswürdig. Herr Mothes hat mit der Bearbeitung des Themas gezeigt, dass er mir großer Selbständigkeit und mit viel Weitblick an die Bearbeitung wissenschaftlicher Aufgaben herangeht sowie kritisch und mit der notwendigen Sorgfalt eine wissenschaftliche Arbeit planen und durchführen kann. Herr Mothes musste neben theoretischen Überlegungen geeignete experimentelle Arbeiten ausführen, die Ergebnisse wissenschaftlich begründen und technologische Einschätzungen treffen“, sagt Prof. Dr.-Ing. habil. Mücklich vom Institut für Produktionstechnik, die neben Prof. Dr.-Ing. Thomas Horst, die Abschlussarbeit betreute.

Pressestelle WHZ
+49 375 536 1050
Pressestelle[at]fh-zwickau.de

Rasmussen-Preis 2013

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Marcel Zeisberg
Thema: Entwicklung eines Schalensitzes in Faserverbundbauweise für ein WRC-Rennfahrzeug mit den Schwerpunkten Konstruktion und numerische Simulation
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Holger Klose, Prof. Dr.-Ing. Uwe Fischer

Maschinenbauabsolvent wird mit Rasmussen-Preis ausgezeichnet

Am 13. Dezember haben das Institut für Produktionstechnik und der Verein zur Förderung der Fakultät Automobil- und Maschinenbau an der Westsächsischen Hochschule Zwickau e.V. eine hervorragende Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Produktionstechnik mit dem Rasmussen-Preis 2013 ausgezeichnet. Geehrt wurde Dipl.-Ing. Marcel Zeisberg mit seiner Diplomarbeit über die Auslegung, Konstruktion und Herstellung eines Rennsportsitzes unter Verwendung von Faserverbundwerkstoffen.

Im Rahmen der Exmatrikulationsfeier der Fakultäten Automobil- und Maschinenbau sowie Kraftfahrzeugtechnik verliehen das Institut für Produktionstechnik (IfP) und der Verein zur Förderung der Fakultät Automobil- und Maschinenbau an der Westsächsischen Hochschule Zwickau e. V. am 13. Dezember 2013 den Rasmussen-Preis für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich der Produktionstechnik. Erhalten hat die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung der ehemalige Maschinenbaustudent, Dipl.-Ing. Marcel Zeisberg, für seine Diplomarbeit zum Thema: „Entwicklung eines Schalensitzes in Faserverbundbauweise für ein WRC-Rennfahrzeug mit den Schwerpunkten Konstruktion und numerische Simulation“.

Kern dieser Arbeit war die Auslegung und Konstruktion eines Sitzes für das aktuelle Rallye-Fahrzeug von Volkswagen Motorsport. Hierzu gehörte neben der Auswahl der eingesetzten Werkstoffe auch die Ermittlung und Bestimmung notwendiger Kenn­werte sowie die der verwendeten Berechnungsmethoden und Materialmodelle. Durch Optimierungsstrategien bei der Auslegung gelang es Marcel Zeisberg die Grenzen der eingesetzten Materialien zu bestimmen und diese entsprechend auszunutzen.

„Die Arbeit ist aus mehreren Gründen herausragend und preiswürdig. Sie vereint Lösungen auf unterschiedlichen Gebieten der Produktionstechnik, beinhaltet neue innovative Ansätze und vereint diese in einem erfolgreich umgesetzten, d. h. gefertigten Produkt. Dieser Umfang ist für eine Diplomarbeit einzigartig und war nur durch das hohe Engagement von Marcel Zeisberg möglich“, sagt Prof. Dr.-Ing. Holger Klose vom Institut für Produktionstechnik, der neben Prof. Dr.-Ing. Uwe Fischer von der Fachgruppe Karosseriebau und Konstruktion, die Abschlussarbeit betreute.

Rasmussen-Preis 2012

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Martin Raue
Thema: Entwicklung eines neuen Baukastensystems für Schlittenfräseinheiten    
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Tanner, Prof. Dr.-Ing. Günter Zöllig

Rasmussen-Preis 2011

Herrn Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) Marcel Redlich
Thema: Prüfung des MAST-RUWARD-Verfahrens zur Bestimmung von Lernkurven für motorisch geprägte Arbeitsprozesse
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Torsten Merkel, Prof. Dr. rer. pol. Rolf Karbach

Rasmussen-Preis 2010

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Frank Oberländer
Thema: Entwicklung eines Baukasten-Werkstück-Spannsystems zur Fixierung von Turbinenschaufeln bei der Fußbearbeitung
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Tanner, Prof. Dr. sc. techn. Michael Schneeweiß

Rasmussen-Preis 2009

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Christian Glaß
Thema: Veränderung von Werkzeugstandwegen bei der Variation von Schnittgeschwindigkeit und Vorschub bis in den HPC-Bereich
Betreuer: Prof. Dr. sc. techn. Michael Schneeweiß, Prof. Dr.-Ing. Matthias Kolbe

Rasmussen-Preis 2008

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Martsch
Thema: Optimierung einer Montagelinie für Fahrzeugsitze
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Torsten Merkel, Prof. Dr.-Ing. Thomas Gäse
und
Herrn Dipl.-Ing. (FH) Rolf Jaegy
Thema: Methodischer Nachweis und Überwachung der Prüfprozesseignung von Inline-Messstationen im Karosseriebau der Volkswagen Sachsen GmbH zur Bewertung von Unsicherheitseinflüssen“
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Lunze, Prof. Dr. rer. nat. habil. Benno Fellenberg

Rasmussen-Preis 2007

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Frank Schulz
Thema: Charakterisierung von Hochtemperaturlötverbindungen an Rußpartikelfiltern
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. habil. Manfred Dietz,  Prof. Dr.-Ing. Holger Klose

Rasmussen-Preis 2006

Herrn Dipl.-Ing. (FH) Christian Petzold
Thema: Erarbeitung eines ablaufoptimierten Rüstkonzeptes in der Thermoplast-Extrusion unter Reinraumbedingungen
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Torsten Merkel

Rasmussen-Preis 2005

als Gemeinschaftspreis für
Herrn Dipl.-Ing. (FH) Jörg Balcar
Herrn Dipl.-Ing. (FH) Ronny Mietzke
mit den Themen:
-    Entwicklung von Konzepten zur Optimierung der produktiven Auslastung einer variantenreichen Fließmontage
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Andrea Kobylka
-    Entwicklung von Konzepten der Vormontage zur Optimierung der produktiven Auslastung einer variantenreichen Fließmontage
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Andrea Kobylka