Bildungsangebote

Das Fraunhofer AZOM Zwickau bietet engagierten Studierenden in Wissenschaft und Technik anspruchsvolle Aufgaben mit Verantwortung und Gestaltungsspielraum. Wir fördern junge Talente und machen uns stark für mehr Praxis in der Theorie. Egal ob als Studentische Hilfskraft, im Praktikum oder bei der Abschlussarbeit – bei Fraunhofer werden Sie Teil des Teams. 

Praktika und Studentische Hilfskräfte

Am Fraunhofer AZOM in Zwickau bieten wir Studierenden die Möglichkeit, als studentische Hilfskraft oder im Rahmen eines Praktikums, theoretische Kenntnisse des Studiums mit praktischen Erfahrungen anzureichern.

Abschlussarbeiten

Wir unterstützen Studierende bei Diplom- , Master- und Studienarbeiten. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Promotion bei Fraunhofer

Sie möchten promovieren und Ihr erworbenes Wissen gleichzeitig praktisch anwenden? Diese vielversprechende Kombination bieten wir Ihnen. Bei Fraunhofer finden Sie ideale Voraussetzungen, um Ihre Dissertation erfolgreich durchzuführen.

Unsere Promotionsstellen sind so konzipiert, dass Sie von Anfang an in laufende Projekte eingebunden werden, Ihnen daneben aber genügend Zeit für Ihre Dissertation zur Verfügung steht. So sammeln Sie Praxiserfahrung und verbinden Ihre wissenschaftliche Arbeit mit den Fragestellungen der Wirtschaft. Durch die enge Verzahnung unserer Institute mit renommierten Universitäten erhalten Sie zudem die optimale Betreuung für Ihre Forschungsarbeit.

Promovend entwickelt hocheffizientes optisches Messverfahren

Das Fraunhofer Anwendungszentrum (AZOM) in Zwickau hat seinen ersten Promovenden hervorgebracht. Christopher Taudt entwickelte ein schnelles und hochauflösendes optisches Messverfahren für die Bestimmung von Höhenprofilen technischer Oberflächen.

„Das Messsystem kann z.B. bei der Rauheits- und Schichtdickenmessung oder der Charakterisierung von Kunststoffen zur Anwendung kommen. Es ermöglicht die Messung eines sehr großen Höhenbereichs von 80 Mikrometer mit sehr großer Auflösung von 0,1 Nanometern. Das ist ein sehr großer, sogenannter Dynamikbereich“, erklärt Christopher Taudt, Absolvent der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Die Leistungsfähigkeit des Verfahrens verdeutlicht er an einem anschaulichen Beispiel: „Das System ist so effizient, dass wir damit von der Raumstation ISS die Größe von Maggie Simpson bestimmen könnten“. Ein Höhenprofil mit einer Länge von 1,5 Millimetern kann er in 50 Millisekunden messen. Standardverfahren benötigen dafür mehrere Sekunden und sind fehleranfälliger. Interessant ist dieses Verfahren u.a. für die Qualitätssicherung in der Halbleiter- und Photovoltaikfertigung, Materialforschung oder Feinmechanik. Ende November verteidigte Taudt als erster Doktorand des Fraunhofer AZOM seine Dissertation an der Technischen Universität Dresden mit dem Prädikat „magna cum laude“ (sehr gut).

Hintergrund

Ziel der Forschungsarbeit war die Entwicklung eines Messverfahrens für die Messung sehr kleiner Punkte aus einer sehr großen Entfernung. Für das neue Messsystem hat der Wissenschaftler ein Weißlichtinterferometer (Standardverfahren) opto-mechanisch modifiziert. Für die Signalauswertung erstellte Taudt eine mathematische Beschreibung und überführte diese in eine Software zur Messdatenauswertung und Berechnung des Höhenprofils der Oberfläche. Es gibt vergleichbare Verfahren, die solche Messungen für einzelne Punkte durchführen können. Ein Höhenprofil ist aber eine Information auf einer Linie. Bisherige Messverfahren würden diese Linie abrastern und für die Messung mehrere Sekunden benötigen, erklärt Taudt. Durch die kurzen Unterbrechungen und die Zusammenführung mehrerer Messdaten entstünden Fehler. Das von Christopher Taudt entwickelte Messsystem kann ein Höhenprofil mit nur einer Aufnahme auswerten, ist dadurch effizienter, genauer und überstreicht einen vergleichsweise sehr großen Dynamikbereich.