Fachgruppen

Der demographische Wandel in Deutschland mit den resultierenden veränderten Formen des Alterns und des Lebens im Alter, die Weiterentwicklung der medizinisch-technischen Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie sowie Fragen nach der Sicherstellung der Finanzierung bei knapper werdenden Ressourcen prägen das deutsche Gesundheitswesen. Es wird ferner durch Auswirkungen internationaler Gesundheitsprobleme, wie z.B. Infektionskrankheiten, chronische Krankheiten, als auch durch nationale und internationale Migration beeinflusst. Dadurch entsteht ein klarer Bedarf an innovativen Lösungsansätzen für die Entwicklung, Implementierung und Evaluation von gesundheitsfördernden und präventiv wirksamen Maßnahmen. Benötigt werden Organisations- und Versorgungsformen im Gesundheitswesen, die die Bedürfnisse einer von Migration und demographischem Wandel beeinflussten Gesellschaft berücksichtigen und zugleich nachhaltige Vergütungsregeln und Finanzierungsformen aufweisen.

Die Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften ordnet sich innerhalb der Hochschule perspektivisch in die Forschungsprofillinie „Gesundheit - technisch, sozial und wirtschaftlich abgesichert“ ein. Für die Fakultät bedeutet dies, dass die im Gesundheitswesen zu erbringenden Dienstleistungen nicht nur nach der ökonomischen ratio der Effizienz erbracht werden, sondern immer auch die Verletzlichkeit der involvierten Patienten, Bewohner und Versicherten für materielle und psychische Ausbeutung zu berücksichtigen ist. Die Wiederherstellung von Lebensqualität für durch Krankheit, Behinderung und/ oder Alter beeinträchtigte Menschen verlangt immer die professionelle Berücksichtigung der Tatsache, neben den ökonomischen Eigeninteressen und den Interessen der Organisation insbesondere die Interessen des Kunden zu verstehen und zu berücksichtigen.

Inhaltlich anknüpfend an den Profilschwerpunkten und der strategischen Konzeptionierung der WHZ sowie angesichts der besonderen regionalen Verankerung der Fakultät sollen innerhalb der Fakultät einzelne Fachgruppen gebildet werden, die erkennbar, aufbauend auf bisherigen und aktuellen Forschungsaktivitäten der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften. das Profil sowie die inhaltlichen Themenschwerpunkte der Fakultät reflektieren:

Mobilität und Lebensqualität
Altersgerechtes Leben mit besonderem Bezug auf Sachsen
Evidenzbasiertes Management im Gesundheitswesen
Ethische Aspekte der Gesundheitsversorgung

Im Fokus der Fachgruppen steht vor allem die angewandte Forschung, die vor dem Hintergrund der Verwurzelung in einer Hochschule den Praxisbezug und den Theorie-Praxis-Transfer forcieren möchte. Die besonderen Forschungsschwerpunkte innerhalb der Fachgruppen umfassen dabei die Themengebiete:

  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Versorgungsforschung und Prozessevaluation
  • Management im Gesundheitswesen

Die Zuordnung einzelner Professoren zu den Fachgruppen soll jedoch nicht ausschließlich erfolgen, um den interdisziplinären Austausch nicht zu gefährden. Neben den grundsätzlichen profilbildenden Maßnahmen spiegeln diese Fachgruppen auch die Forschungsschwerpunkte der Fakultät wieder. Die Profilierung und die transparenteren Strukturen werden in der Außendarstellung sowie gegenüber Praxispartnern kommuniziert.

Über die Bildung eines Forschungsschwerpunktes Gesundheit ist die Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften bestrebt, Aktivitäten fakultätsübergreifend in den für sie relevanten Themengebieten systematisch zu bündeln und gesundheitsbezogene Aktivitäten und Forschungsvorhaben zu kanalisieren. Die so erzeugten Synergieeffekte erschließen zusätzliche Ressourcen, um das Lehrangebot der WHZ weiterhin auf qualitativ hohem Niveau sicherzustellen und zu erweitern.