Gebärdensprachdolmetschen (Diplom)

Der Studiengang Gebärdensprachdolmetschen bietet die Möglichkeit mitten in Zwickau einen Kulturaustausch der ganz besonderen Art zu erleben. Das praxisorientierte Studium vermittelt durch eine Vielzahl hörender und gehörloser Dozenten Sprachkenntnisse in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und die Grundlagen des Dolmetschberufes.

Zunächst steht im Studium der Erwerb einer Grundkompetenz in Gebärdensprache durch gehörlose Dozent*innen im Vordergrund. Erfahrene Dolmetscher*innen bieten eine umfassende Ausbildung in vielen Bereichen des Dolmetschalltags. Wichtige Kompetenzen wie Translationswissenschaften, Linguistik und Interkulturelle Kommunikation werden durch den breit gefächerten Modulaufbau ebenso berücksichtigt.

Eingebettet in den Lehrplan sind viele Praxiserfahrungen. Dazu gehören regelmäßige Treffen und der Austausch mit gehörlosen Menschen und das Eintauchen in die Gehörlosenkultur. Ebenso finden zwei Praktikumsmodule Umsetzung. Im 4. Semester soll in einem Hospitationspraktikum ein Grundverständnis für den Dolmetschberuf aufgebaut werden. Ein erster Einblick in alle Kompetenzen eines Dolmetschenden und was über das reine Übersetzen hinaus wichtig ist wird durch viele einzelne Praktikumsanleiter*innen gezeigt.

Im 7. Semester soll dann die eigene Dolmetschkompetenz durch das Dolmetschpraktikum erweitert werden. Bereits im Studium wird fast täglich das Dolmetschen trainiert, doch soll das Praktikum helfen aus dem theoretischen Setting in die Praxis einzusteigen und so den späteren Berufseinstieg erleichtern.

Studiendauer:           Regelstudiendauer 8 Semester

 

1. bis 4. Semester:    Grundstudium zum Vordiplom, davon im

3. Semester:              8 Wochen berufspraktisches Semester

5. bis 8. Semester:     Hauptstudium, davon im

7. Semester:               12 Wochen berufspraktisches Semester und im

8. Semester:               3 Monate Diplomsemester

 

Studienabschluss:       Diplom-Gebärdensprachdolmetscher/-Gebärdensprachdolmetscherin (FH)

 

Inhalte des Grundstudiums (1. bis 4. Semester)

Deutsche Gebärdensprache: Grundsprachliche Kompetenz, Gesprächsanalyse, Kommunikation und sprachliche Zeichen, Sprachstruktur, Sprachtheorie - Raumnutzung in Gebärdensprache

Gehörlosenkultur: Psychologie und soziale Situation Gehörloser, Berufsethik/Kultur und Gemeinschaft, Sozialwissenschaftliche Grundlagen des Dolmetschens, praktisches Projekt in Deaf Studies

Dolmetschen: Englisch für Gebärdensprachdolmetscher, Informations- und Medientechnische Grundlagen für Dolmetscher, Praxismodul, Grundlagen der Translation: Memoriertechnik, Strukturen und Verhalten in Arbeitstexten, konsekutives Dolmetschen

 

Hauptstudium (5. bis 8 Semester)

Translatorische Basiskompetenz: DGS und Sprachtechnik, Rhetorik,, Stil-/Registerübungen

Angewandte Translationstechnik: simultanes Dolmetschen, Gesprächsdolmetschen, Onlinedolmetschen, Vortragsdolmetschen, Grundkompetenz unilaterales Dolmetschen, Erweiterte Kompetenz bilaterales Dolmetschen

Theorie: Soziolinguistik, Theorien und Modelle der Translationswissenschaft

Wahlpflichtmodule, Praxismodul, Diplomprojekt

Das Praktikum des ersten berufspraktischen Studiensemesters (Hospitationspraktikum) liegt in der ersten Hälfte des dritten Semesters des Grundstudiums und umfasst einen in der Regel zusammenhängenden Zeitabschnitt von 8 Wochen. Das Hospitationspraktikum kann auch im Ausland bis zu 12 Wochen durchgeführt werden.

Im Rahmen des Hospitationspraktikums sollen die Studierenden sich auf der Grundlage ihrer im Studium erworbenen analytischen und methodischen Fähigkeiten mit der Berufspraxis auseinandersetzen, indem sie eine(n) erfahrene(n) Gebärdensprachdolmetscher(in) bei Einsätzen begleiten. Sie sollen dabei die sprachlichen, sozialen und organisatorischen Abläufe genau beobachten und in einer Form festhalten, die für eine Auswertung und Reflexion geeignet ist.

Das zweite Berufspraktikum (Dolmetschpraktikum) wird in der zweiten Hälfte des 7. Semesters durchgeführt und umfasst einen in der Regel zusammenhängenden Zeitabschnitt von 12 Wochen. Das Dolmetschpraktikum soll die reflektierte Erprobung des Erlernten unter den realten Einsatzbedingungen eines Gebärdensprachdolmetschers erlauben.

Die Studierenden verfügen zu diesem Zeitpunkt über Kenntnisse in allen wesentlichen Fächern und Disziplinen des Studiengange Gebärdensprachdolmetschen. Dies haben sie durch das Ablegen der Diplom-Vorprüfung sowie durch das Bestehen der ersten beiden dolmtschpraktischen Fachprüfungen nachgwiesen. Im Dolmetschpraktikum soll den Studierenden Gelegenheit gegeben werden, ihre im Studium erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten praktisch zu erproben. Zu diesem Zweck soll die Praktikantin/der Praktikant in der Obhut und unter Anleitung einer erfahrenen Gebärdensprachdolmetscherin/ eines erfahrenen Gebärdensprachdolmetschers selbständige Dolmetscheinsätze durchführen und diese in systematischer Form reflektieren.

Unfallversicherungsschutz während der Praktika

Dekan
Prof. Dr. phil. Dipl. Theol. Thomas Johnen

Sekretariat
Constanze Wiesner
+49 375 536 3560
+49 375 536 3561
Constanze.Wiesner[at]fh-zwickau.de

Dekanatsrätin
Bettina Bach
+49 375 536 3562
+49 375 536 3561
Bettina.Bach[at]fh-zwickau.de

Finanzen/Technik/Beschaffung
Kristin Müller
+49 375 536 3563
+49 375 536 3561
Kristin.Mueller[at]fh-zwickau.de

Studienfachberatung Languages & Business Administration                                                                           Prof. Dr. phil. Doris Fetscher
+49 375 536 3501
doris.fetscher[at]fh-zwickau.de

Prof. Dr. phil. Doris Weidemann
+49 375 536 3559
Doris.Weidemann[at]fh-zwickau.de

Bettina Bach
+49 375 536 3562
Bettina.Bach[at]fh-zwickau.de

Studienfachberatung Gebärdensprachdolmetschen
Susann Müller
+49 375 536 3446
Susann.Mueller.cgn[at]fh-zwickau.de

Jana Rau
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